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Kultur Fulminantes Bluespaket in der Räucherei
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09:06 23.02.2019
Von Dieter Hanisch
Johnnie Guitar Williamson's Blue Swamp beim Internationalen Bluesfest in der Kieler Räucherei. Quelle: Björn Schaller
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Kiel

Als Opener heizt Ladell McLin ein. Der US-Boy, der seine Zelte zuletzt in Paris aufgeschlagen hat, spielt eine dreckige Gitarre a la Jimi Hendrix. Und nicht nur sein explosiver Gitarrenstil hat an den einstigen Weltstar erinnert, auch sein Gesangstimbre der Stimme kommt dem Altmeister nahe. Eigenkompositionen wie „Mona Lisa“ und ein Klassiker wie Howlin‘ Wolfs „Spoonful“ lassen die Location beben, weil auch seine Mitstreiter, Schlagzeuger Chris Dailey McCraven und Bassist Icheme Zouggart, gewaltig Power entfalten. McLin verlässt am Ende sogar noch die Bühne und malträtiert im Publikum seine Saiten.

Da lassen es Johnnie Guitar Williamson und seine Blue Swamps etwas ruhiger angehen, ohne weniger (Tanz-)Esprit freizusetzen. Das Quartett aus UK hat viele Cover auf der Setlist, etwa Alan JacksonsMercury Blues”, Marvin Gayes “I Heard It Throught The Grapevine”, Jimmy Reeds “I Ain’t Got You” oder Titel von Creedance Clearwater Revival. Letzteres rührt auch daher, dass Williamson sein tolles Slide-Spiel auch der Tribute-Band von CCRevived schenkt. Er hat mit Bernard Southern (Bass) und Walter Day (Schlagzeug) zwei ebenfalls Über-70-Jährige neben sich. Den Kontrast bildet der zweite Gitarrist John W. Doyle (Jahrgang 1977), der wie Williamson viel Fingerfertigkeit aufweist.

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Als Schlussband treten B.B. & The Blues Shacks auf. Die Hildesheimer zeigen, warum viele sie für Deutschlands beste Bluesband halten. Seit 30 Jahren verzücken die Gebrüder Arlt auch international die Bluesgemeinde. Gitarrist Andreas liefert reihenweise Gitarrensoli mit Sternchen, während Michael seine Qualitäten als Harpspieler und Sänger voll zur Geltung bringt. Zu Recht wird das Quintett trotz kürzerem Set noch nach Mitternacht frenetisch gefeiert.

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