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Kultur Die Arena lachte im Dauertakt
Nachrichten Kultur Die Arena lachte im Dauertakt
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07:37 24.02.2019
Von Thorben Bull
Mit Ralf Schmitz kam einer der talentiertesten Komiker seiner Generation in die Sparkassen-Arena in Kiel. Quelle: Björn Schaller
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Kiel

Ein elementarer Bestandteil des Abends war für Ralf Schmitz die interaktive Mitarbeit seines Publikums. Dabei machte sich das 168 Zentimeter messende, flippige Powerpaket einen Spaß daraus die (unfreiwilligen) Teilnehmer aus den voll besetzten Reihen herauszupicken. Wohl wissend, dass er mit dieser Art der Abendgestaltung auf Nummer sicher ging.

Reise in den imaginären Baumarkt

Denn aus den jeweiligen Konversationen und Interviews mit seinen kurzerhand auserkorenen Bühnenpartnerinnen kreierte Schmitz Win-Win-Situationen: Er speiste die folgenden Schoten aus den zuvor gewonnenen Informationen, und die Arena lachte im Dauertakt.

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So entführte Schmitz Kandidatin Svea aus der ersten Reihe in den imaginären Baumarkt, die folglich aus dem Grinsen nicht mehr herauskam, als der Comedian die zuvor auf Zuruf vom Publikum gesammelten Begriffe im Monolog auf sie niederprasseln ließ. Bei so verheißungsvollen Vokabel-Paaren wie „Sächsisch und Liebe“ oder „Kölsch und Sex“ liegen bei der schauspielerischen wie drolligen Auffassungsgabe des Hauptprotagonisten die Gags in nächster Nähe.

Es haperte nur an der Akustik

Dabei war es gar schade, dass Schmitz sich stellenweise in seinem Redetempo selbst einholte. Daher kam nicht ausnahmslos alles akustisch einwandfrei bei den Gästen an. Doch so nahbar und sympathisch wie sich Ralf Schmitz zwischen die Reihen begab, so reflektiert nahm er seine Hörer aus der Pflicht: „Ich weiß, ich rede so schnell, aber so gibt es eben zwei Programme zum Preis von einem.“