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Kultur Richie Arndt schon in Memphis-Form
Nachrichten Kultur Richie Arndt schon in Memphis-Form
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08:21 28.10.2018
Von Dieter Hanisch
Richie Arndt (links) und Sascha Oeing begeisterten das Publikum im Bordesholmer Savoy. Quelle: Dieter Hanisch
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Bordesholm

Richie Arndt trat am Sonnabend im gut besuchten Bordesholmer Savoy auf und begeisterte mit seiner Musik die Zuschauer. 

Das Publikum

Knapp 130 Besucher geizen nicht mit Applaus, klatschen wie in guter Jazzmanier nach Soli-Einlagen und freuen sich darüber, dass der Ostwestfale und seine beiden Mitstreiter Peter Weissbarth am Schlagzeug und Sascha Oeing am viersaitigen Bass zwischen den beiden Sets und nach dem Konzert sich viel Zeit für persönliche Smalltalks nehmen. Nicht auf der Bühne, sondern nur in der Gast-Rolle davor: Bluespianist Georg Schroeter aus Kiel, der Arndt im Januar zur International Blues Challenge (IBC) nach Memphis begleiten wird.

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Das Programm

Für den 60-jährigen Arndt ist jeder Gig jetzt bereits pure Vorfreude auf Memphis, wo er die deutschen Farben auf der legendären Bealestreet vertreten wird. Seine Setlist ist gefüllt mit fast allen Titelns seines gerade erschienenen Albums Back To Bad, dazu würzt er die Show mit zwei Songs von seinem Idol Rory Gallagher, der Beatles-Nummer One After 909, aber auch der alten eigenen Komposition When The Train Comes aus dem Jahr 1998, die er mit einem fulminanten Solo auf seiner Strat grandios vollendet.

Was in Erinnerung bleibt

Ein schnörkelloses knapp sechsminütiges Weissbarth-Solo vom Feinsten, filigran und weniger „Hau drauf“. Zudem Bemerkenswert: Kritik am immer mehr verflachenden Musikprogramm in den Radiosendern äußert mit Arndt nicht irgendein sogenannter Wutbürger, sondern ein studierter Musikpädagoge.   

Fazit

Arndt ist hierzulande in der Blues-Community zwar ein Begriff, trotzdem wandelt er unverdientermaßen im Vergleich zu Künstlern seiner Zunft noch immer ein wenig unter dem Radar, denn herausragend ist zum Beispiel seine Gabe für gutes Songwriting.

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