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Kultur 2019 steht Bach im Zentrum
Nachrichten Kultur 2019 steht Bach im Zentrum
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20:33 26.08.2018
Von Konrad Bockemühl
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Denkmal für den Komponisten in Eisenach. Quelle: dpa
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Kiel.

Nun ist das angesichts des Umfangs seines Werkes ein uferloses Unterfangen, und so richtet das SHMF von vornherein den Fokus ausdrücklich nicht nur auf die Musik des barocken Meisters, sondern auch auf den fundamentalen Einfluss, den er auf die Musikgeschichte bis ins 21. Jahrhundert hinein hatte. Es gibt eben „kaum einen Komponisten, der sich im Laufe seiner Karriere nicht mit Bachs Musik beschäftigt hat“.

Beschränkung als Herausforderung

Nach Mendelssohn und Tschaikowsky, nach Haydn, Ravel und Schumann nun also Bach, dessen Werkeverzeichnis über 1150 Positionen, allein über 200 geistliche Kantaten, umfasst. Mit der Beschränkung als Herausforderung will sich das SHMF an den 56 Tagen vom 6. Juli bis 1. September 2019 „auf spielerische, kreative und philosophische Weise“ mit dem Œuvre Bachs auseinandersetzen.

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Bachs Besuch bei Buxtehude

Natürlich hatte Christian Kuhnt auf dem Abschluss-Empfang des Landes auf Gut Schierensee auch bei Bach den regionalen Bezug parat: Im Herbst 1705 wanderte der 20-jährige Johann Sebastian vom thüringischen Arnstadt nach Lübeck. 400 Kilometer legte er zurück, um die Musik und die Fertigkeiten des berühmten Dieterich Buxtehude, damals Organist der Lübecker Marienkirche, zu erleben. Vier Monate blieb er in der Hansestadt und ließ sich für sein eigenes Schaffen inspirieren – allerdings nicht für dessen offenbar weniger attraktive Tochter Anna Margareta gewinnen. Womit er als möglicher Nachfolger für die prestigeträchtige Stelle an St. Marien ausschied und nach Thüringen zurückkehrte.