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Kultur SHMF: Highlight mit dem Wawau Adler Quartett
Nachrichten Kultur SHMF: Highlight mit dem Wawau Adler Quartett
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19:23 02.08.2009

Und die beschränkten wiederum ihre Freiheit. Eindrucksvoller, als es der Gitarrist Josef „Wawau“ Adler bei seinem SHMF-Konzert in Großenaspe tut, lässt sich diese These kaum widerlegen.In den Klangwelten des „Wawau Adler Gypsy Quartetts“ gibt es zwar viele feste Bezugspunkte. Die Musik Django Reinhardts etwa, auf die sich der aus Karlsruhe stammende Musiker bei seinen Improvisationen wie auch bei der Stückauswahl stark bezieht. Oder die klassische Rollenverteilung unter den beiden Gitarristen: Während Adler selbst für die Soli sorgt, beschränkt sich Rhythmusgitarrist Holzmanno Winterstein darauf, die Viertel zu schrammeln. Doch so sehr die Musik mit dem klassischen „Gypsy Swing“ verbunden ist, regiert im ausverkauften Hof Bissenbrook doch die Freiheit. Das liegt vor allem daran, dass Adler und seine drei Mitstreiter Django Reinhardts Erbe in ihrem eigenen Reich antreten. Wenn Adler etwa Reinhardts Hungaria interpretiert, finden sich in seinem Spiel Nostalgie und Gegenwart zugleich. Beinahe unmerklich flicht er hier eine Prise Soul ein oder da einige funky Notes. Dass er sein Instrument kontinuierlich auf Weltklasse-Niveau spielt, empfindet man aufgrund des Understatements des Quartetts bald als völlig selbstverständlich.Hervorragend gliedern sich in dieses Konzept Akkordeonist Marcel Loeffler und Bassist Joel Locher ein. Letzterer zeigt sich als harter Swinger, wenn es um die reine Begleitung geht, und als Lyriker in den Soli. Loeffler hingegen lässt sein Instrument gerne auch etwas spröde klingen und sorgt so für einen reizvollen Kontrast im Klangbild des Quartetts. Die Eleganz, Würde und Vitalität, die von dieser Gruppe während des Konzerts ausgehen, sind faszinierend, und dementsprechend enthusiastisch fällt die Publikumsresonanz aus. Zwei Stunden lang beschert das „Wawau Adler Gypsy Quartett“ dem diesjährigen SHMF ein Highlight. Wenn Jazz funktioniert, ist er die beste Musik der Welt. Und an diesem Abend saß jeder Ton an der richtigen Stelle.

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