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Kultur Das weite Feld im Kleinen
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21:45 20.03.2018
Von Sabine Nitschke
Preisträgerin Sandra Hoffmann und Stadtrat Carsten Hillgruber mit einem Fallada-Porträt aus der Feder E. O. Plauens. Quelle: Sabine Nitschke
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Neumünster

Paula ist die eigene Großmutter, die stets Stillschweigen bewahrte über den Vater ihres Kindes, das sie nach dem Krieg allein groß zog. In dem anderen Buch erzählt Hoffmann die teils recherchierte, teils dennoch fiktive Geschichte des mit 16 Jahren verschleppten Jan Bilinski, der ihr Großvater hätte sein können.

Die Geschichte der Familie als Triebfeder

„Die Geschichte meiner Familie war mein Schreibgrund, hat mich immer umgetrieben“, sagt die 1967 geborene Hoffmann. „Da besteht allerdings auch die Frage: Wie nah trau ich mich ran? Und ob es eventuell für die Familie eine Zumutung ist. Die Person gehört einem schließlich nicht allein.“ Mit Fallada hatte sie sich kurz während ihres Literaturwissenschaftsstudiums beschäftigt. „Ich selber gehöre nicht zu den Autoren, die das große Format schreiben.“ Das weite Feld ins Kleine zu bannen, sei ihr Ding.

Ihre eigene produktivste Phase hat Hoffmann vormittags zu fassen, am PC. „Aber das ist nicht immer möglich, ich unterrichte auch noch in kreativem Schreiben und Literaturwissenschaft.“ Korrektur gelesen wird vorzugsweise nachmittags, auf Papier. Aktuell arbeitet die Autorin an einem Jugendroman. „Das ist ein beherrschbareres Thema und auch für die Familie einfacher“, sagt sie lächelnd. An dem mit 10000 Euro dotierten Fallada-Preis weiß sie zu schätzen: „Dank der Dotation wird es eine Phase geben, in der ich am jüngsten Buch in meinem Schreibrhythmus arbeiten kann.“ Vormittags.

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