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Kultur Sarah Ferri: Eine Stimme für alles
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10:48 16.02.2019
Von Kai-Peter Boysen
Sängerin Sarah Ferri beim Konzert im Lutterbeker. Quelle: Kai-Peter Boysen
Lutterbek

Der erste Eindruck

Die Bühne ist voll: Flügel, Kontrabass, Cello, Viola, Violine und Gitarre inklusive dazugehöriger Notenständer und Mikrofone, nicht zu vergessen die fünf Musikerinnen und Musiker. Diese Fülle kommt aber auch musikalisch bereits im ersten Song „I’m Tired Of Your Game“ zum Tragen.

Das Programm

Sarah Ferri hat nahezu alle Songs ihres zweiten Albums „Displeasure“ für Piano und Streichquartett neu arrangiert. Die Sängerin verfügt über eine sensationelle stimmliche Bandbreite, kann sich innerhalb eines Liedes von rauchig-schwermütig im Stile von Lana del Rey bis in höchste Töne einer Kate Bush schwingen.

Einen Titel hervorzuheben, fällt schwer, aber das walzernde „Dancing At The Supermarket“ ist ein edler Song und Ferris Vorliebe für Ennio Morricone kommt in „God Gave Us A Rainbow“ zum Tragen, wenn Jasmijn Lootens (Cello), Marijn Thysen (Viola) und Karen Speltinckx (Violine) einen Chor aus Gesang und Staccato-Bogenstrich bilden und Ferri ihre hohe stimme darüberlegt. Sehr beeindruckend.

Das Publikum

Nur wenige kannten die Sängerin vorher, viele sind kurzfristig nach einer Hörprobe im Internet nach Lutterbek gekommen und sind fasziniert von der Ausstrahlung und natürlich Stimme der Dame aus Gent. Langer Applaus nach jedem Song, in den sich Ausrufe purer Begeisterung mischen. Der CD-Stand ist nach dem Konzert sehr gut besucht.

Was in Erinnerung bleibt

Sarah Ferri ist erkältet, trinkt Wasser und Tee, putzt sich nach jedem Song die Nase und entschuldigt sich mehrmals für ihre angeschlagene Stimme. Zu hören ist davon wenig bis gar nichts, eher fragt man sich ungläubig: Wie mag sie klingen, wenn sie gesund ist?

Fazit

Das Musikbusiness ist hart, aber es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn man diese brillante Musikerin nicht bald auf größeren Bühnen genießen darf. 

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