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Kultur So war das Hip-Hop Konzert von Juse Ju
Nachrichten Kultur So war das Hip-Hop Konzert von Juse Ju
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06:56 11.03.2019
Von Thorben Bull
Juse Ju begeistert das Publikum im Orange Club. Quelle: Michael Kaniecki
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Kiel

Der erste Eindruck

Seine Bedenken, die Juse Ju in den Opener „German Angst“ („Ich habe Angst, dass ihr nicht tanzt“) einbaute, waren schon nach wenigen Momenten wie weggewischt. Nachdem Support Curly den Saal mit vergnüglichen Songs wie „Eistee“ bereits auf Temperatur brachte, hatte Juse Ju im Anschluss leichtes Spiel.

Die Musik

Die Songs dienten fast durchweg als Hüpf- und Tanzvorlage und so verzichtete Juse Ju nur mit seinem Mikrofon ausgestattet – ganz im Oldschool-Stil – auf eine großspurige Show. Während die dickwanstigen Bässe den Boden zum Vibrieren brachten, blieben die Höhen ein wenig auf der Strecke. So war dann der Sample-Beat zu „Cloudrap“ der melodisch stärkste.

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Das Publikum

Höhepunkte gab es genügend. Das lag vor allem an der Textsicherheit des Publikums. Bei „7Eleven“ ließ Juse Ju die Zeilen von der Meute beenden, bei „Modus“ die Hook skandieren und auch sonst war im Pulk vor der Bühne kein Stillstand zu erkennen.

Was in Erinnerung bleibt

Beim „Modus“ fehlte Kollaborations-Partner Fatoni. Kurzerhand übernahmen zwei junge Frauen aus der ersten Reihe seinen Part. Vortags in Bremen war dies ebenfalls so. Ob nun abgesprochen oder nicht – „MC Belasto“ und „MC Das war meine Idee, sie hat es geklaut“ wurden mit reichlich Applaus von der Bühne begleitet. Das Duett „Swaggy Dudes With Attitudes“ mit Support Curly stand dem Feier-Faktor in nichts nach.

Fazit

Ein launiges Hip-Hop Konzert mit einem bestens aufgelegten Juse Ju (unter anderem Grönemeyer-Imitation und Skateboard-Einlage), der mit thematisch vielfältigen Songs nicht die emotionale Nabelschau scheute und wusste, wie man sein Publikum in Wallung bringt.

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