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Kultur Ein konträres Projekt
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17:27 26.03.2017
Von Sabine Tholund
Detaillierte Kostüme ziehen in das Stück zur Zeit des Nationalsozialismus. Quelle: Olaf Struck
Kiel

Basierend auf dokumentarischem Material werfen beide Stücke Schlaglichter auf das Leben von Sophie Scholl und Clara Sabrowski, die in der Inszenierung von Astrid Großgasteiger von Pia Leokadia gespielt werden. Mit Liebe zum naturalistischen Detail zeigt die Regisseurin Stationen aus Sophies Weg in den Widerstand. Für eine gute Portion Zeitkolorit sorgen neben berühmten Gassenhauern jener Jahre die Kostüme von Lisa Überbacher, die mit mobilen Treppenelementen auch für das vielseitig nutzbare Bühnenbild verantwortlich ist. Emotionale Tiefe will sich jedoch nicht recht einstellen, selbst dann nicht, als die Geschwister einander in einem letzten Zusammentreffen vor der Hinrichtung versichern, nichts zu bereuen.

Ähnlich harmlos geht es nach der Pause weiter. Clara wird als strebsame, sympathische junge Frau vorgestellt, die der Nazi- Propaganda nur zu gern auf den Leim geht. Für eindrucksvolle Momente sorgt die „Zuseherin“ (Annegret Taube), deren meist stumme Auftritte im ersten Teil noch Rätsel aufgeben. In ihrem Kostüm dem übrigen Geschehen optisch entrückt, referiert sie die historische Wahrheit und begegnet dem blinden Nationalismus Claras mit erschütternden Fakten.

Bei der Suche nach dem allerinteressantesten Mozart-Interpreten unserer Zeit fiele die Wahl vermutlich auf den Pianisten Kristian Bezuidenhout. Im Mozart-Konzert der Musikfreunde bestätigte er diesen Ruf, indem er einen Hammerflügel der Generation Beethoven ein Füllhorn an Schattierungen entlockte.

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