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Kultur Schleswigs Theaterneubau wird konkreter
Nachrichten Kultur Schleswigs Theaterneubau wird konkreter
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21:10 26.08.2019
Von Konrad Bockemühl
Kulturministerin Karin Prien will für einen Theaterneubau in Schleswig 5,5 Millionen Euro vom Land beisteuern. Quelle: Ulf Dahl
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Schleswig

Zusammen mit Landrat Wolfgang Buschmann und Schleswigs Bürgermeister Arthur Christiansen unterzeichnete Kulturministerin Karin Prien gestern an der Schlei einen Letter of Intent, eine Absichtserklärung, mit der Land, Kreis und Stadt ihre Beteiligung an den Kosten der bislang auf 12 Millionen Euro bezifferten Projektes festlegen. Insgesamt beteilige sich das Land, wie schon seit Dezember bekannt, mit 5,5 Millionen Euro am Bau des Theaters in Schleswig, sagte Prien.

Der Kreis Schleswig-Flensburg steuert eine Million Euro bei. „Die Theatertradition der Stadt Schleswig braucht konzertierte Unterstützung. Der Kreis Schleswig-Flensburg sichert durch seinen Beitrag ein besonderes kulturelles Angebot für die gesamte Region", betonte Landrat Wolfgang Buschmann.

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Meilenstein für den Erhalt des Landestheaters

Ministerin Prien hob hervor, dieser Letter of Intent sei „ein wichtiger Meilenstein für den Erhalt eines anspruchsvollen und begeisternden Landestheaters und von Bedeutung für das kulturelle Leben Schleswig-Holsteins im Allgemeinen und die Theaterszene im Besonderen“. Und: „Wir freuen uns auf einen spannenden Wettbewerb, der sicher auch unter architektonischen Gesichtspunkten für Schleswig neue Ideen bringen wird“.

Ende November soll ein Preisgericht die drei siegreichen Architekturbüros ermittelt haben. Im Herbst 2020 solle der Bauantrag eingereicht werden, hieß es gestern. Für das Jahr 2023 hofft das Ministerium auf eine Eröffnung des neuen Theaters. Einen Letter of Intent gab es auch schon im Februar 2017 mit der Vorgängerregierung. Der Theaterbetrieb am Abstecherspielort Schleswig ist in der Interimsspielstätte Slesvighus auch weiterhin sichergestellt.

5,5 Millionen Euro von Land und Stadt

„Die Stadt Schleswig zeigt sich erfreut darüber, dass sowohl das Land als auch der Kreis einen wesentlichen finanziellen Beitrag zur Finanzierung des Bauvorhabens beitragen“, bedankte sich Schleswigs Bürgermeister. Die Stadt habe neben dem Erwerb des Veranstaltungshauses „Heimat“ als Arbeitsgrundlage für den Architektenwettbewerb rund 1,2 Millionen Euro in Vorleistung erbracht und darüber hinaus weitere 5,5 Millionen Euro zur Mitfinanzierung des multifunktionalen Neubaus „Auf der Freiheit“ beschlossen.

Arthur Christiansen hoffte gestern, „im Frühjahr nächsten Jahres“ den ausgewählten Architektenentwurf vorstellen zu können. Er hat das zähe Theater-Thema bereits übernommen, als er sein Amt antrat. Am 1. September stehen wieder Bürgermeisterwahlen an. Neben Christiansen stellen sich vier weitere Bewerber zur Wahl.