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Kultur Energie wird Klang
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07:00 04.05.2017
Von Sabine Tholund
Bastienne Kramer aus den Niederlanden und Lee Cheuk Wun Sharon aus Hongkong bilden das „Ceramic Artist Exchange – Tandem“ im Künstlerhaus Neumünster. Quelle: Michael Kaniecki
Neumünster

Kramer hat eine Jahrzehnte lange Erfahrung als Keramikerin und arbeitet derzeit an einem Projekt, das sie  „Venusphänomen“ nennt. Skulpturale Miniaturen von Frauendarstellungen aus unterschiedlichen Epochen und Kulturen stellt sie skurrilen zeitgenössischen Produkten gegenüber, darunter ein Einwegfeuerzeug, dessen Form dem nackten weiblichen Körper nachempfunden ist. „Ich kopiere die Figuren in Silikon oder Porzellan und bringe sie auf dieselbe Größe. Durch das identische Material ergeben sich verblüffende Berührungspunkte“, so die Niederländerin, die „das Alte benutzt, um dem Neuen Leben einzuhauchen.“

Ihre junge Kollegin, die während ihres Studiums in Hongkong Bereiche von der traditionellen chinesischen Malerei bis zur Fotografie kennenlernte, liebt die Arbeit mit dem wandelbaren Material Ton.  „Mich interessiert die natürliche Energie“, erzählt die Chinesin. Für die nächsten Wochen plant sie ein Klangexperiment mit unterschiedlichen keramischen Materialien. Hohlformen, die wie Steine aussehen, will sie in verschiedenen Ebenen anbringen und  mit Wasser füllen. Da der Ton nicht wasserdicht sind, werden aus den Objekten hörbar Tropfen entweichen - die natürliche Energie wird umgewandelt in Klang.    

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