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Kultur Studentische Theatergruppe Ok.ID.Ok erarbeitet Arias-Trilogie
Nachrichten Kultur Studentische Theatergruppe Ok.ID.Ok erarbeitet Arias-Trilogie
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00:00 10.05.2011
Liebe ist ein Heckenschütze, Studententheater, Uni-Sechseckbau Quelle: >com.apple.print.
Kiel

Im deutschsprachigen Raum wurde Lola Arias 2007 mit ihrer Trilogie bekannt, die anhand mehr oder minder absurder Fallbeispiele die (Un)möglichkeit glücklicher Liebesbeziehungen beleuchtet. Johannes Winter, der bereits mehrfach als Schauspieler auf der Bühne im Sechseckbau stand und im letzten Jahr mit Arthur Schnitzlers Liebelei sein Regiedebüt gab, ist von der Thematik der drei Kurzstücke genauso angetan wie von deren Struktur. „Man weiß nie, ob es sich um reale Geschichten oder um Träume handelt“, sagt Winter, der in der Ausstattung seiner Inszenierung auf Minimalismus setzt.Inhaltliche Klammer der Trilogie bilden ein Mann und ein rothaariges Mädchen, die beide in allen drei Stücken vorkommen. In Striptease telefoniert der Mann mit seiner einstigen Liebe, bei der die gemeinsame Tochter lebt. Das Gespräch, das zwischen Anziehung und Ablehnung, zwischen Realitätsnähe und traumartigen Sequenzen pendelt, wird bei Winter über zwei Mikrofone geführt - eine Interaktion zwischen den beiden Akteuren gibt es kaum.So gut wie kein Bühnenbild braucht auch Traum mit Revolver, ebenfalls ein Zweipersonenstück von circa 20 Minuten Spieldauer. Hier sehen wir den Mann nach einem One-Night-Stand mit einer sehr viel jüngeren Frau. Es entwickelt sich eine kurze Liebesbeziehung, von der beide wissen, dass sie nicht funktionieren kann, denn beide sind auf ihre Art liebesunfähig. Am Ende denkt die Frau darüber nach, den Mann zu erschießen. „Das Stück spielt nahezu komplett im Dunkeln. Interessant ist, was für den Zuschauer zu sehen ist und was seiner Fantasie überlassen bleibt“, so der Regisseur, für dessen Inszenierung die Gratwanderung zwischen Realität, Traum und Fiktion einen entscheidenden Faktor darstellt.Während die ersten beiden Stücke von Melancholie geprägt sind, kommt in Die Liebe ist ein Heckenschütze schwarzer Humor ins Spiel. Sechs Menschen, die nicht mit ihrem Leben fertig werden, kämpfen in einer Fernseh-Show um eine Teilnahme am Russischen Roulette, darunter der Protagonist aus Teil 1 und 2. Gewinner ist der, der stirbt. Obwohl die absurde Komik der Show, die den Traumcharakter des Spiels unterstreicht, im Fokus des dritten Teils steht, will Winter den Bogen nicht überspannen und verspricht: „Es wird auf keinen Fall klamaukig.“

el - „Gar nicht schlecht: 48,2 Prozent von euch scheinen bereits Bescheid zu wissen“, freut sich Matze Weinmann über den frenetischen Jubel, der ihm im sehr gut besuchten Max entgegenschlägt, als er feierlich verkündet: „Wir sind Eure Mütter“.

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„Titus“ ist ein preisgekrönter Theatermonolog des Holländers Jan Sobrie, geschrieben für Erwachsene und Jugendliche. Trotz seiner Suizid-Thematik ist es kein düsteres Stück, denn es erzählt auch von der Schönheit des Lebens und ist gespickt mit jeder Menge komisch-flapsiger Details. Am Sonntag hat es Premiere im Werftparktheater.

05.05.2011
Kultur Das Kiel-Hamburger A-cappella-Quartett feiert im KulturForum seinen 25. Geburtstag Silberhochzeit in Close Harmony: Take Four

el - „Das war und ist alles ein riesengroßer Spaß“, sagt Bass Patrick Scharnewski. „Wir sind am Leben, noch lange nicht am Limit“, ergänzt Tenor Jörn Wengler. „Hier kann ich meinen Charakter leben“, freut sich Lead Thomas Schröder, und der Hamburger Bariton Georg Feige hat hier vor zwei Jahren musikalisch seine „zweite Heimat gefunden“. Szenen einer glücklichen „Ehe“ des A-cappella-Quartetts Take Four, das auch zu seiner „Silberhochzeit“ wie eh und je in „Close Harmony“ ist.

02.05.2011