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Kultur Welt des Grooves auf schönen Schultern
Nachrichten Kultur Welt des Grooves auf schönen Schultern
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11:43 17.07.2018
Von Thomas Richter
Die Hamburger Formation Port Joanna um ihre charismatische Frontrau Tash sorgt für entspannte Stimmung. Quelle: Björn Schaller
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Kiel

Für sommerlich-entspannte Stimmung sorgten nicht nur die Temperaturen, sondern in allererster Linie die Hamburger Formation Port Joanna um ihre charismatische Frontrau Tash.   

Das Programm

Rund zwei Stunden präsentierte das hanseatische Quartett, das so gar nicht nach dem hohen Norden klingt, seine im Juni erschienene Debüt-EP „Atlas“. Eine  exzellente Mischung aus Funk, Soul, R'n'B, Jazz und Rock. Songs wie Keep On, mit einem bluesigen Intro, das – dem Thema  des Songs, das Chaos in der Welt, verpflichtet –  in einen geradezu wütenden  R n' B Aufschrei mündet. Oder der satte Blues-Rocker Phone Call zeugten von der Qualität des Songwritings der Band.   Flankiert von weiteren Eigenkompositionen und einigen sehr gelungenen Cover-Versionen (No Woman, No Cry,  Ain't No Sunshine) sang und groovte sich Tash mit großer Stimme, unbändiger Energie und einer ebenso kometenhaften Ausstrahlung durch den Gig.

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Begleitet wurde sie von den exzellenten Musikern Moe am Schlagzeug, Jannik an der Gitarre und Dario am Bass, die mit kleinem Besteck Großes servierten.

Das Publikum

Bunte Hemden oder T-Shirts, Sommerkleider, Sneaker oder Flip Flops und ohne Sonnenbrille ging erst einmal sowieso nichts. Ähnlich entspannt wie ihr Äußeres war auch die Stimmung bei den Zuhörern, die sich vor allem an der wirkungsvollen, zumeist sehr kraftvollen Dynamik der Songs erfreuten, obwohl es auch so manche locker unbeschwerte Noten zu hören gab, die auch ihre wohlwollenden Abnehmer fanden.    

Was in Erinnerung bleibt

Bei aller klanglichen und kompositorischen Vielfalt, die das Kunststück vollbringt, nostalgisch, modern und spritzig gleichermaßen zu klingen, ließ dieser Abend keinen Millimeter Platz für handelsüblichen Pop. Und das war gut so.

Fazit

Tolle Combo. Toller Live-Act, Tolle Musik. Nach der EP warten wir alle auf den ersten echten Longplayer

Thomas Bunjes 17.07.2018
15.07.2018