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Kultur Wenn Klischees laufen lernen
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18:43 12.03.2018
Von Beate Jänicke
Probenstress: Sinikka Dörner als verhuschte Regieassistentin Poppy und Carsten Kühl als schusseliger Frederick Fellowes. Quelle: Augenblicke
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Kiel

Die Perspektivwechsel zwischen den Proben auf der Bühne, der Premiere hinter den Kulissen, und schließlich der letzten, aus dem Ruder laufenden Vorstellung, diesmal wieder vorne auf der Bühne, ist nach wie vor ein spannendes Konstrukt.

Die unzähligen Auf- und Abgänge der Schauspieler, die etlichen Wiederholungen und gewollten Fehlgriffe sind schon eine enorme Aufgabe für ein Amateur-Ensemble. Zumal das Bühnenbild mit den vielen Türen auch noch reduziert werden musste, was das Zurechtfinden noch anspruchsvoller macht. Aber das Ensemble schlägt sich beachtlich.

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Besonders gelungen: der dritte Teil

Auch die extra ausgestellte Gestik und Mimik in dieser Klischee-satten Farce in der Farce passt, bei der fast alle immerzu zwischen der Figur des Schauspielers und der Rolle in ihrem verunglückten Stück hin und her switchen müssen. Besonders Katharina Buczylowski als Dotty Otley alias Mrs. Clacket gelingt das mit viel Temperament. Oliver Prott als Regisseur Lloyd Dallas wirkt dagegen etwas zu eindimensional polternd. Regisseur Detlef Götz und seine neun Darsteller steigern sich im Laufe des gut zweistündigen Abends. Im dritten, am besten gelungenen Teil stimmt schließlich das Timing, das anfangs noch etwas schleppend wirkte.

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