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Kultur Besucher-Boom und Comic-Oper
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06:56 29.04.2017
Von Konrad Bockemühl
Pier Francesco Maestrini und Joshua Held bringen mit Rossinis „Barbier von Sevilla“ erneut eine Comic-Oper nach Lübeck – und ein Jahr später auch nach Kiel. Quelle: Ennevi/ Teatro di Verona
Lübeck

Der Geschäftsführende Theaterdirektor Christian Schwandt vermeldet bereits jetzt ein Einnahmeplus von 210.000 Euro gegenüber der vergangenen Saison: „Das hängt vor allem mit dem exzeptionell guten Vorverkauf zusammen, wie ich ihn in meinen 17 Jahren als Theaterdirektor bisher noch nicht erlebt habe.“ Ein Dutzend Opern und Schauspielproduktionen seien in der Hansestadt „so gut wie immer ausverkauft“ - und das seien längst nicht nur Klassiker.

Schwandt erwartet für die gesamte Spielzeit Eigeneinnahmen von nahezu 3,8 Millionen Euro und bis zu 180.000 Besucher – und das ausdrücklich „trotz der Eröffnung der Elbphilharmonie“. Vor zehn Jahren, als er gemeinsam mit seiner heutigen Operndirektorin Katharina Kost-Tolmein und Schauspieldirektor Pit Holzwarth in Lübeck anfing, lagen die Eigeneinnahmen noch bei 2,2 Millionen Euro, wurden an der Beckergrube 140.000 Besucher gezählt.

Das Musiktheater gebe sich 2017/18 historisch so breitgefächert wie noch nie, sagte Opernchefin Katharina Kost-Tolmein und verwies auf die Zeitspanne von 1623 bis 2018. Ab 26. Januar 2018 setzen die Lübecker mit Rossinis "Der Barbier von Sevilla" als Comic-Oper die von der "Reise nach Reims" beflügelte Zusammenarbeit mit den Kieler Bühnen und der Fondazione Arena di Verona fort. Auf dem Kieler Spielplan wird diese Comic-Ur-Produktion aus Verona erst in der Saison 2018/19 auftauchen. Die bewährte Achse Kiel-Lübeck soll auch im Ballett weiter gepflegt werden: Yaroslav Ivanenkos "Dornröschen"-Choreografie wird ab 17. Februar 2018 in Lübeck "Die schlafende Schöne" betitelt.

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