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Kultur Spielwiese des Nordens
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13:00 26.04.2019
Von Ruth Bender
Das Junge Staatstheater Braunschweig bringt mit "Als wir träumten" Clemens Meyers Nachwende-Jugend auf die Bühne. Quelle: Bettina Stoess
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Kiel

„Vielfalt erleben“ haben Theaterleiterin Astrid Großgasteiger und die Werftpark-Dramaturginnen Karolin Wunderlich und Annika Rohde das Festival überschrieben, auch mit Blick auf den Standort in Gaarden. So ist es auch kein Zufall, dass zwischen Theater im Werftpark, Medusa, Räucherei und Lutterbeker das Schauspielhaus der einzige Spielort auf dem Westufer ist.

Die Spielarten des Kinder- und Jugendtheaters

Vom Transgender-Drama "Rotterdam", das im Werftpark als deutsche Erstaufführung läuft, und der Bühnenadaption von Fatma Aydemirs fantastisch wütendem Roman "Ellbogen" über eine Jugend zwischen den Kulturen (Junges Schauspielhaus Hamburg) bis zum Recherchestück "Im Dorf" reicht die Bandbreite.

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„Wir wollen auch zeigen und diskutieren, wie Theater für ein junges Publikum künftig aussehen kann“, sagt Astrid Großgasteiger. Mehr Mut zum Experiment wünscht sich die Theaterleiterin, zumal der Stückekanon für das Kinder- und Jugendtheater überschaubar ist.

Die Suche nach ungewöhnlichen Theaterformen

Dass man auch in der Form nach ungewöhnlichen Ansätzen geschaut habe, ergänzt Karolin Wunderlich von der Auswahljury. Beispiele sind die zwischen Schauspiel und Tanz changierende Adaption von Clemens Meyers Nachwendejugend-Roman "Als wir träumten" (Junges Staatstheater Braunschweig), das mit Live-Kamera und Animation arbeitende Projekt "IOta.KI" aus Bremen oder "Kawumm!" des in Hannover angesiedelten Performancekollektivs Frl. Wunder AG, das die Lust am Kaputtmachen und Wiederaufbauen zelebriert (ab 3).

Drumherum haben die Organisatorinnen ein breites Begleitprogramm von der Diskussion über Theaterpädagogik bis zum Fußballturnier auf die Beine gestellt; auch die Solo-Vorstellungen des Werftpark-Ensembles im Foyer gehören dazu. Entsprechend stolz zeigt sich Generalintendant Daniel Karasek darüber,  „dass der Nachwuchs hier bei uns so deutlich zur Sprache kommt“.

www.theater-kiel.de