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Kultur Wer tötete Mission Birds Mutter?
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06:34 05.01.2019
Von Thomas Richter
Suchen eigene Wege mit der englischsprachigen Vorlage: Regisseurin Jule Gröning (li.) und Ausstatterin Sandra Bröske. Quelle: Marco Ehrhardt
Kiel

Es ist gleichzeitig das Regie-Debüt von Jule Gröning, die hier in den vergangenen zwei Jahren als Regieassistentin beschäftigt war. Und auch sie ist begeistert von der „sehr berührenden“ Vorlage, an deren Oberfläche man eine Whodunit-Geschichte konstatieren könnte. Denn eine mysteriöse, irgendwie derangiert wirkende Frau mit dem wundersamen Namen Mission Bird will herausfinden, wer Irma getötet hat. Denn Irma war Mission Birds Mutter.

„Jenseits des Plots erzählt das Stück in erster Linie von der Beziehung zwischen einer Tochter und ihrer Mutter, und dabei geht es nicht zuletzt um die großen Themen Verlust und Schuld“, erklärt Gröning, und ergänzt, „das passiert aber eher passiv, läuft unterschwellig mit, wird über Dritte verhandelt.“

Bühnenbildassistentin Sandra Bröske habe sich als Handlungsort für eine Sitzbank entschieden. Sie sei ein öffentliches Objekt, das von vielen Menschen frequentiert werde, so Bröske. „Obwohl sich die Passanten fremd sind, fangen sie plötzlich an, miteinander zu reden. Und da passiert dann oft etwas mit ihnen.“ Über ihre Schauspielerin Agnes Richter, spricht Gröning in den höchsten Tönen: „Sie ist einfach stark mit dem, was sie und wie sie es erzählt. Sie hat eine perfekte Balance zwischen Heiterkeit und Verzweiflung. Auf der Bühne braucht sie nichts, was ihr hilft.“

Deutschsprachige Erstaufführung: Reihe 17, Schauspielhaus. Mo 7. Januar, 20 Uhr. Restkarten: 0431 / 901 901. www.theater-kiel.de

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