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Kultur Die Metal-Stadt wird abgebaut
Nachrichten Kultur Die Metal-Stadt wird abgebaut
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16:52 05.08.2018
Von Kai-Peter Boysen
Foto: Nach dem offiziellen Ende des W:O:A geht es jetzt ans Abbauen.
Nach dem offiziellen Ende des W:O:A geht es jetzt ans Abbauen. Quelle: Daniel Reinhardt/dpa
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Wacken

Gewohnt friedlich und gewohnt sehr laut endete am Sonnabend das 29. Wacken Open Air. Vereint in Liebe zu krachenden Gitarrenriffs, Doppelbassattacken und Gesang vom Grunzen bis zum höchsten Schreien feierten die Fans 190 Bands aller Stilrichtungen.

Für ein paar Tage zur viertgrößten Stadt mutiert

Am Wochenende war noch einmal ein größerer Publikumsandrang zu sehen; in allen Ecken des Spielplatzes Wacken wuselten luftig schwarz Gekleidete, jetzt wird die für eine halbe Woche viertgrößte Stadt Schleswig-Holsteins abgebaut.

Alle Bühnen, drinnen und draußen, waren gut besucht. Die globalen Metalhymnen kamen aber von den großen Bühnen im Infield, das den entsprechenden Zustrom aufnehmen kann. Mit vielen Pyro-, Licht- und Nebeleffekten wurden hier Hits wie Nightwishs „Ghost Love Score“, Judas Priests „Living After Midnight“, Running Wilds „Under Jolly Roger“ oder Helloweens „Future World“ höchst beeindruckend in Szene gesetzt.

Im Gedächtnis bleibt der Auftritt von Gojira aus Bayonne. Unfassbar, was die vier Frickler um Sänger/Gitarrist Joseph Duplantier da an Stilen vermischten, wie sie erwartete Songstrukturen aufbrachen und dieses Sounderlebnis in spirituelle Höhen trieben.

Trotz des bunten Treibens ist die Liebe zum Heavy Metal und das Engagement in Wacken spürbar – weltweit einzigartig ist der Nachwuchswettbewerb Metal Battle mit Bands aus 28 Nationen (Sieger: Die From Sorrow aus China).

Der Vorverkauf für 2019 läuft

Fürs 30-jährige Jubiläum im nächsten Jahr sind schon Bands wie Sabaton, Parkway Drive, Within Temptation und Airbourne bestätigt. Der Vorverkauf läuft. Jetzt dürfen sich Ring- und Mittelfinger erstmal wieder einreihen.