Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kultur Was Stefan Vladar jetzt in der Hansestadt für Oper und Konzert plant
Nachrichten Kultur

Was Stefan Vladar jetzt in Lübeck für Oper und Konzert plant

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:48 27.12.2021
Von Christian Strehk
Lübecks Opern- und Generalmusikdirektor Stefan Vladar hat die Spielpläne für die zweite Spielzeithälfte 2021/22 für das Musiktheater sowie die Konzerte des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt vorgestellt.
Lübecks Opern- und Generalmusikdirektor Stefan Vladar hat die Spielpläne für die zweite Spielzeithälfte 2021/22 für das Musiktheater sowie die Konzerte des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt vorgestellt. Quelle: Lutz Roeßler
Anzeige
Lübeck

Wenn am 1. Januar um 18 Uhr in der Musik- und Kongresshalle das Neujahrskonzert beginnt, kann Lübeck von doppeltem Glück sagen: Erstens steht für das Walzer-, Polka- und Operetten-Programm mit GMD Stefan Vladar ein Dirigent mit echtem Wiener Blut am Pult. Und zweitens ist er auch noch der langjährige Liedpartner von Bo Skovhus – und konnte den Starbariton zum Engagement locken.

Operndirektor Vladar darf also, wenn die Corona-Verordnungen es zulassen, mit Schwung in die zweite Saisonhälfte am Theater Lübeck starten, die er angesichts der Pandemie-Situation bisher noch nicht festzurren mochte.

Kultur-Tipps für Kiel und die Region

Konzerte, Kino, Theater und mehr: Erhalten Sie jeden Donnerstag ausgewählte Veranstaltungstipps in Ihr Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Fünf Neuproduktionen sind von ihm im Musiktheater geplant. Mit „Madame Butterfly“ langt er gleich selber in die Vollen von Puccinis raffiniert fernöstlich parfümierter Partitur. Der renommierte venezianische Bühnenbildner und Regisseur Ezio Toffolutti soll die beliebte, auch in Kiel laufende Tragödie in Szene setzen.

Musiktheater in Lübeck: Fünf Neuproduktionen bis zur Sommerpause

Stephen Lawless wird seinen zu Beginn der Spielzeit begonnenen Benjamin-Britten-Zyklus mit der geisterhaften Kammeroper „The Turn of the Screw“ nach Henry James fortsetzen. Premiere ist am 11. März. Die musikalische Leitung des gemäßigt modernen Stücks hat Vladar diesmal an den Ersten Kapellmeister Takahiro Nagasaki abgegeben.

Er selber möchte nämlich am 13. Mai mit einer Ausgrabung für Furore sorgen. Die monumentale Oper „Die Liebe der drei Könige (L’amore dei tre re)“ stammt von einem italienischen Spätromantiker, dem Mailänder Komponisten Italo Montemezzi. Die Musik changiert zwischen Wagner-Rezeption und Verismo, wurde aber nördlich der Alpen eigentlich nur bei den Bregenzer Festspielen aufgeführt. Die Regie wird Effi Méndez anvertraut, die schon lange am Haus arbeitet.

Giovanni Sollima: Das Dschungelbuch in Koproduktion mit der Fondazione Teatro Regio di Parma, der Fondazione Teatro Coccia Onlus in Novara und dem Theater Kiel. Quelle: Olaf Struck

Die Neuadaption „Das Dschungelbuch“ als Kinderoper durch den Komponisten Giovanni Sollima, den Regisseur Pier Francesco Maestrini und den Cartoonisten Joshua Held kommt nun am 8. April heraus. Die Koproduktion mit dem Theater Kiel, der Fondazione Teatro Regio di Parma und der Fondazione Teatro Coccia Onlus in Novara leitet der Zweite Kapellmeister, Paul Willot-Förster. Mit „Ranzlichter aus“ soll an die beliebte Reihe von Knut Winkmann angeknüpft werden (Uraufführung mit Steffen Kubach am 25. Februar).

So wie Vladar mit Puccini und Montemezzi wieder auf größere Besetzungen setzt, fallen auch die Pläne für die Konzertsparte aus: mit Spanischem von de Falla und Ravel, mit Mahlers „Dritter“, Tschaikowskys „Vierter“, Rachmaninows „Toteninsel“ und Brahms’ „Vierter“.