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Kultur Weg von The Voice of Germany
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10:47 09.10.2013
Von Thorsten Richter
Ivy Quainoo im Interview bei Delta Radio Quelle: 08 13:34:29
Kiel

Diese Aufgabe bewältigt die 21-Jährige allerdings sehr sympathisch, offen und entwaffnend uneitel. Wildfires heißt das aktuelle Werk, bei dem sie bewusst nicht mit ihren Förderern The BossHoss aus der Show zusammengearbeitet hat. „Denen war es auch wichtig, dass ich rausgehe und meine eigene Musik mache“, sagt Ivy und spricht nicht nur deswegen bei der neuen Produktion von einer „sehr persönlichen Platte“. Obwohl sie mit den Jungs von The BossHoss immer noch ein super Verhältnis habe, sei das musikalische Motto stets „weg von The Voice of Germany“ gewesen. Dabei haben ihr eine Menge Menschen geholfen. „Ich bin im Schreiben von Songs noch nicht so versiert, deshalb habe ich in den letzten anderthalb Jahren viele Songwriting-Sessions mit erfahrenen Künstlern gemacht. Bevor wir uns trafen, habe ich zwar Einiges aufgeschrieben, um meine Gedanken zu ordnen. Aber letztendlich ist die Platte mit Hilfe vieler großartiger Musiker entstanden.“

 Nach dem großen Erfolg der Show und dem aufflammenden Interesse an ihr sei der professionelle Einstieg in die Branche dann doch ziemlich „schwer und unbekannt“ gewesen, gibt Ivy zu. Natürlich habe es während der Ausstrahlung der Staffel viele Pressetermine und Auftritte gegeben. „Aber da war man durch die Produktion irgendwie behütet. Was danach kam, war dann aber wirklich ein Overflow. Auf sich gestellt musste man das erste Mal bewusst darüber nachdenken, wie man sich gibt, was man sagt. Man hat sein Verhalten in gewisser Weise neu gelernt.“ Ähnliches gelte für die Bühne. „Am Anfang waren die Shows eine gute Vorbereitung für meine folgenden Bühnenauftritte. Aber „The Voice of Germany“ ist nun einmal eine Fernsehshow. Zunächst macht man nur Aufzeichnungen, später dann die Live-Shows. Aber trotz des Millionenpublikums vor dem Fernseher und den Leuten im Studio, ist es etwas ganz anderes, wenn sich Menschen ein Ticket für dein Konzert kaufen, deinetwegen im Saal sitzen und deine Lieder mitsingen.“

 Wer möchte, kann das ab Januar 2014 tun, wenn Ivy Quainoo mit Wildfires auf ausgedehnte Club-Tournee durch Deutschland geht. Und wem das zu lange dauert, der darf sich gerne noch in die laufende Deutschland-Tour des britischen Hit-Lieferanten Olly Murs (Heart Skips A Beat) einklinken. Diese Abende eröffnet Ivy nämlich als Support mit einer exklusiven „Unplugged“-Besetzung.