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Kultur Kieler Weihnachtsmärchen: Zinnsoldat, Papiertänzerin und Publikum im Glück
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Weihnachtsmärchen im Opernhaus Kiel: So war die Premiere von „Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin“

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12:55 22.11.2021
Von Ruth Bender
Große Abenteuerreise: Der Zinnsoldat (Tony Marossek) ist in einem Papierschiff (Johanna Kröner) gelandet – dass mal eine Zeitung war.
Große Abenteuerreise: Der Zinnsoldat (Tony Marossek) ist in einem Papierschiff (Johanna Kröner) gelandet – dass mal eine Zeitung war. Quelle: Olaf Struck
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Kiel

„Das war so toll“, strahlt Alexandra (11), die mit Bruder Maxim (7) zum ersten Mal im Theater ist, „ich fand das so gut, wie sie die Geschichten von den beiden Figuren parallel erzählt haben.“ Maxim (7) ist da nicht ganz so detailliert: „Ich fand alles gut.“ Und Juana Malanda, die mit Tochter Charlotte (13) und Ehemann Nikola da ist, bekräftigt: „Wir sind immer dabei, und im letzten Jahr hat uns das Weihnachtsmärchen schon gefehlt. Ich bin so froh, dass es in diesem Jahr wieder geht.“

Das ging hörbar den meisten so im Premierenpublikum, dass Roland Schimmelpfennigs Stück „Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin“ im Kieler Opernhaus einen satten Applaus bescherte.

Kieler Weihnachtsmärchen: Eine Liebesgeschichte mit Schattentheater

Eine herzallerliebste Liebesgeschichte, jede Menge Abenteuer zu Wasser, an Land und in der Luft, Schattentheater – und eine Band, der man auf der Bühne beim Spielen zusehen kann: Die so poetische wie vergnügte Mischung, die Regisseurin Nele Tippelmann in ihrer poetischen, eigentlich schon für 2020 vorbereiteten Inszenierung anzettelte, kam bestens an.

Und sie konnte sich auf ihr spielfreudiges, vierköpfiges Ensemble verlassen, das sich fliegend (Eva Kewer als Papiertänzerin), am Boden (Tony Marossek als Zinnsoldat sowie rasant durch etliche Nebenrollen wechselnd (Johanna Kröner und Rudi Hindenburg) bewährte. Die fantasievollen Kostüme und die variable Bühne taten ihren Teil dazu.

Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin- Weihnachtsmärchen im Opernhaus Kiel. Quelle: Olaf Struck

Publikum mit Mundschutz und sicherem Gefühl

Ganz ausverkauft war die Premiere noch nicht, im ersten und zweiten Rang blieb noch Luft nach oben. Die aber, die dabei waren, zeigten sich vorwiegend mit Maske – teils, weil man es angesichts der steigenden Inzidenzzahlen angemessen findet, teils, weil man sich auch nicht ganz klar darüber war, dass nach der Eintrittskontrolle der Mundschutz fallen durfte.

„Unsicher fühle ich mich nicht“, sagt Iris Lengefeld, die mit Tochter Nike (4) da ist. „Wir waren auch beim Modellprojekt schon immer dabei – und haben uns natürlich jedes Mal testen lassen.“

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Ab Montag, 22. November, gilt dann 2G in sämtlichen Spielstätten des Kieler Theaters vom Schauspielhaus, über das Opernhaus bis zum Werftpark-Theater.

Geimpft oder genesen ist man dann unter sich – ausgenommen sind Kinder bis sieben Jahre und Schülerinnen und Schüler. „Ich bin nicht sicher, ob es im Theater einen so großen Unterschied machen wird“, sagt Iris Lengefeld, „in der Disco ist das wohl nötiger.“

„Ich fühle mich durch 2G schon geschützter“, sagt eine andere Besucherin, die ihren Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte. „Aber ich habe mich auch heute sicher gefühlt: Die Abstände sind gut, und kontrolliert wird auch ganz akribisch.“

Vorstellungen im Opernhaus: 21., 22., 28., 29. November. 4., bis 6., 12. bis 17., 19. bis 21. Dezember. www.theater-kiel.de, Kartentel. 0431/901901