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Medien & TV “Bürgerlich”: MDR-Moderatorin irritiert mit AfD-Analyse
Nachrichten Medien & TV “Bürgerlich”: MDR-Moderatorin irritiert mit AfD-Analyse
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09:31 02.09.2019
MDR-Moderatorin Wiebke Binder. Quelle: imago images / STAR-MEDIA
Dresden

Die MDR-Moderatorin Wiebke Binder hat mit einer Formulierung in der ARD-Wahlsendung am Sonntagabend für Irritationen und Diskussionen in den sozialen Netzwerken gesorgt.

Die Moderatorin hatte den sächsischen CDU-Politiker Marco Wanderwitz interviewt und ihn gefragt: "Eine stabile Zweierkoalition, eine bürgerliche, wäre ja theoretisch mit der AfD möglich." Damit übernahm Binder die Selbstdarstellung der Rechtspopulisten als bürgerliche Partei.

Wanderwitz reagierte umgehend und deutlich auf die Frage: "Eine bürgerliche Koalition mit der AfD ist nicht möglich."

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Formulierung sorgt für Empörung

Auf Twitter äußerten sich viele Zuschauer aber auch Medienmacher empört über die Formulierung der Moderatorin. Der Medienjournalist Stefan Niggemeier beispielsweise schrieb: "Die ARD nennt eine CDU/AfD-Koalition eine 'bürgerliche Koalition'?"

Arnd Henze vom WDR antwortete Niggemeier: "Nein: nicht 'DIE ARD'. Viele Mitarbeitende werden über diese Aussage der #MDR-Moderatorin genauso irritiert sein wie Sie! Aber beim #MDR verwischen nicht zum ersten Mal die Grenzen nach ganz rechts!"

"Positives, auf jeden Fall!"

Nur wenig später sorgte Binder gleich mit einer weiteren Aussage für Diskussionen. AfD-Mann Jörg Urban beklagte im Interview mit der Moderatorin eine "mediale Kampagne" gegen seine Partei. Binder wendete ein: "Ich denke, wir haben sehr viel über die AfD berichtet, da war schon viel zu erzählen, und auch viel … Unterschiedliches." Urban lächelte und vollendete den Satz "Positives." Die Moderatorin erwiderte: "Positives, auf jeden Fall!"

"Einfach nur daneben", schreibt dazu ein Nutzer auf Twitter. Ein anderer nennt die Aussagen der Moderatorin "ungeheuerlich". Und wiederum ein anderer meint: "Die eigentliche Katastrophe dieses Wahlabends ist die Moderatorin."

Der MDR äußerte sich zum Vorfall am Abend knapp gegenüber dem "Stern": "Unter dem enormen Stress einer Live-Sendung bei einer solchen Doppelwahl mit ständig neuen Ergebnissen und wechselnden Konstellationen kann es zu Missverständnissen kommen und können Unschärfen passieren."

Von Matthias Schwarzer/RND

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