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Medien & TV Darum floppte sein „Honig im Kopf“-Remake in Amerika
Nachrichten Medien & TV Darum floppte sein „Honig im Kopf“-Remake in Amerika
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09:34 18.03.2019
Kann nicht nachvollziehen, warum so viele hämisch auf seinen Hollywood-Flop „Head Full of Honey“ reagieren: Filmemacher Til Schweiger. Quelle: dpa
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Berlin

Til Schweiger (52) hatte einen großen Traum und wollte Hollywood mit seinem Remake seines Kinohits „Honig im Kopf“ erobern. Doch „Head Full of Honey“ (mit Nick Nolte und Emily Mortimer) floppte grandios. Der Film startete in nur vier Kinos und wurde von US-Kritikern in Stücke zerrissen. Nun verriet Schweiger, warum sein jüngstes Werk in Amerika scheiterte und keine Chance auf einen Preis wie den Golden Globe oder den Oscar hat: „Dass man die Mitglieder der Golden-Globe-Jury, es sind ja nur 82, jagen muss, dass man sie in jeden Film reinprügeln muss, sie mit First-Class-Flügen nach Venedig aufs Festival einlädt und alles sponsert, das habe ich erst hinterher erfahren“, sagte er der Bild. Besonders leid tue es ihm um Hauptdarsteller Nick Nolte, der oscarverdächtig gespielt habe: „Er ist richtig aufgeblüht während unserer Dreharbeiten. Und das, obwohl er große Schmerzen hat, sein ganzer Körper besteht aus Titan, und er braucht regelmäßig Physiotherapie. Trotzdem war auf ihn Verlass, und er war immer gut drauf.“

Deutschland ist das einzige Land, das das Wort Schadenfreude kennt“

Nicht nachvollziehen kann der Filmemacher, dass sein Flop auch hierzulande so hämisch kommentiert wurde: „Warum haben die Berichterstatter hier die US-Kritiken eins zu eins übernommen? Sie kannten ja das Original. Das kann ja nur bedeuten, dass sie gedacht haben, sie und sieben Millionen Deutsche waren einfach nur dumm, und die Amerikaner haben die Weisheit mit Löffeln gefressen“, mach Til Schweiger seinem Ärger Luft. „Deutschland ist das einzige Land, das das Wort Schadenfreude kennt. Sich an dem Schaden eines anderen zu erfreuen, ist doch eigentlich pervers, oder?“ Nun hofft der Wahl-Berliner, dass sein Remake (startet am Donnerstag im Kino) zumindest in Deutschland und Europa besser aufgenommen wird.

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Von RND

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