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Medien & TV Facebook-Hack: So finden Sie heraus, ob Sie betroffen sind
Nachrichten Medien & TV Facebook-Hack: So finden Sie heraus, ob Sie betroffen sind
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09:25 15.10.2018
Von 14 Millionen Facebook-Nutzern stahlen die Hacker zum Teil sehr private Daten. Quelle: Patrick Sison/AP
Menlo Park

Vom Facebook-Hack sind 30 Millionen Profile betroffen gewesen. Ob ihres dazu gehört, können Nutzer über eine Service-Seite des Netzwerks herausfinden: Dazu muss man diese Seite aufrufen, während man bei Facebook eingeloggt ist. In den kommenden Tagen sollen Nutzer, die Opfer der Hacker geworden sind, zudem mit Mitteilungen in der Facebook-App informiert werden.

Bei dem jüngst bekanntgewordenen Hacker-Angriff auf Facebook wurden 14 Millionen Nutzern zum Teil sehr private Daten gestohlen. Bei diesen Profilen sind unter den erbeuteten Informationen die 10 letzten Orte, an denen sie sich über Facebook angemeldet hatten oder von anderen Nutzern markiert wurden, und die 15 jüngsten Suchanfragen bei dem Online-Netzwerk.

Datenschutzbehörde führt Untersuchung fort

Bei 15 Millionen Nutzern seien lediglich der Name und Kontaktinformationen wie E-Mail gestohlen worden, berichtete Facebook am Freitag nach einer tiefgreifenden Untersuchung. Bei einer Million der betroffenen Nutzer seien gar keine Daten entwendet worden. Facebook hat insgesamt mehr als 2,2 Milliarden aktive Mitglieder.

Die für Facebook in Europa zuständige irische Datenschutzbehörde sprach von einem „bedeutenden Update“, da nun bestätigt sei, dass bei Millionen von Nutzern Informationen gestohlen wurden. Die am 3. Oktober eingeleitete Untersuchung zu dem Fall gehe weiter, erklärten die Datenschützer bei Twitter. Welche Konsequenzen Facebook drohen, lesen Sie hier.

Keine Daten aus dem Messenger betroffen

Facebook hatte vor zwei Wochen mitgeteilt, dass unbekannte Angreifer sich durch den Diebstahl digitaler Schlüssel Zugang zu Dutzenden Millionen Profilen verschafft hatten. Mit diesen sogenannten Token konnten sie auf die Profile zugreifen als wären es ihre eigenen. Die großangelegte Attacke begann am 14. September, wie Facebook bei der Untersuchung feststellte.

Bei den 14 Millionen Nutzern, die schwerer betroffen waren, sind unter den abgegriffenen Informationen auch die Websites, Personen oder Facebook-Seiten, denen sie folgen, sowie Geburtsort, Beziehungsstatus, Religion und Arbeitsplatz. Facebook bekräftigte, dass von dem Hackerangriff keine Bezahlinformationen betroffen gewesen seien – und auch nicht Daten aus dem Chatdienst Messenger.

Keine Hinweise darauf, dass auch andere Apps betroffen sind

Es gebe zugleich weiterhin keine Hinweise darauf, dass die Angreifer die Möglichkeit ausgenutzt hätten, sich mit den gestohlenen Digitalschlüsseln auch bei anderen Apps anzumelden, für die Nutzer ihren Facebook-Login verwendeten, sagte Facebook-Produktchef Guy Rosen. Zugleich könne Facebook auch nicht ausschließen, dass es weitere, kleinere Angriffe gegeben habe, während die Sicherheitslücke existierte. Sie entstand bereits im Juli 2017 durch eine Kombination aus drei Software-Fehlern.

Bei einer Telefonkonferenz am Freitag machte Facebook weiterhin keine Angaben dazu, wer hinter dem Hack stecken könnte. Rosen sagte allerdings, man arbeite eng mit dem FBI zusammen uns sei von der US-Bundespolizei gebeten worden, sich dazu nicht zu äußern – was den Eindruck erweckte, dass Facebook zumindest Hinweise zur möglichen Herkunft der Hacker haben könnte.

Russische Firmen griffen Facebook-Daten ab

Unabhängig davon wurde am Freitag bekannt, dass Facebook 66 Profile, Seiten und Apps löschte, hinter denen zwei russische Firmen standen, die Gesichtserkennungssoftware für Russlands Regierung entwickeln. Sie hätten die stets öffentlich sichtbaren Profilfotos aus der Plattform abgegriffen, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf Facebook-Unterlagen. Der Chef der beiden Firmen SocialDataHub und Fubutech, Artur Chachujan, sagte der Zeitung, sie erstellten zwar Datenbanken mit Gesichtern russischer Bürger für die Behörden, saugten dafür aber öffentlich zugängliche Daten aus Suchmaschinen und nicht bei Facebook ab. Eine Sprecherin des Online-Netzwerks bekräftigte hingegen, Facebook habe genug Beweise gesammelt.

Von dpa/asu/RND

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