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Medien & TV Fake-Video von Mark Zuckerberg zeigt Potenzial gefährlicher „Deepfakes“
Nachrichten Medien & TV Fake-Video von Mark Zuckerberg zeigt Potenzial gefährlicher „Deepfakes“
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16:53 12.06.2019
Facebook-Chef Mark Zuckerberg Quelle: Screenshot/Instagram/@BillPosters
Sheffield

Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg spricht in einem bei Instagram kursierenden Clip frontal in die Kamera. Hinter ihm ist ein offenes Büro und eine graue Couch zu sehen. Er redet davon, dass ein Mensch theoretisch die komplette Kontrolle über alle Geheimnisse der Bürger hätte – und meint mit diesem einen Menschen offenkundig sich selbst.

Doch der Clip ist in Wahrheit eine Täuschung – und gehört zum Kunstprojekt „Spectre“, zu sehen auf dem Sheffield Doc Fest in England, wie der „Stern“ berichtet. Im Rahmen des Projekts sind weitere Fake-Videos entstanden, die Kim Kardashian und Donald Trump von ihnen nie gesagte Worte sprechen lassen.

Gesichter von Promis auf Körper von Pornodarstellerinnen

Mithilfe künstlicher Intelligenz ist es immer besser möglich, Menschen Wörter in den Mund zu legen, Videos auf eine Art zu manipulieren oder sogar gänzlich neu produzieren, die von echten Aufnahmen immer schlechter zu unterscheiden sind. Es ist naheliegend, dass damit auch Unheil angerichtet wird.

Mehr lesen:
So erkennen Profis manipulierte Fotos – und so erkennt sie auch der Laie

Tatsächlich ist das Wort, das häufig synonym mit den neuen Möglichkeiten der Videomanipulation verwendet wird, das beste Beispiel genau dafür. Denn das Kofferwort „Deepfakes“ (von Deep Learning und Fake) ist gleichzeitig auch das Pseudonym eines Reddit-Nutzers, der 2017 mehrere Pornovideos ins Netz stellte. Der User „Deepfakes“ hatte eine künstliche Intelligenz mittels Pornos und Filmen berühmter Schauspielerinnen programmiert. Auf den Videoergebnissen waren dann die Gesichter von Promis wie Gal Gadot oder Emma Watson auf die Körper von Pornodarstellerinnen montiert worden.

Macht Facebook für Zuckerberg eine Ausnahme?

Offen ist noch, wie Facebook mit dem Clip des Chefs auf der Tochterplattform Instagram umgeht. Wie der „Stern“ einen Instagram-Sprecher zitiert, soll das Video wie jede andere Falschinformation behandelt werden. Hier war bisher die Linie gewesen, das Video weiter online zu lassen und lediglich in der Priorität abzusenken, damit es weniger zu Menschen zu sehen bekommen, wie der „Stern“ schreibt. Nun stellt sich die Frage, ob für den Chef eine Ausnahme gemacht und das Video gelöscht wird.

Von RND/ak/asu

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