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Medien & TV Für Menschenrechte und Pressefreiheit – Amal Clooney vertritt Journalistin Maria Ressa
Nachrichten Medien & TV Für Menschenrechte und Pressefreiheit – Amal Clooney vertritt Journalistin Maria Ressa
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11:54 09.07.2019
Mutig trotz aller Repressalien: Maria Ressa (Mitte) wird jetzt von der Menschenrechtsanwältin Amal Clooney vertreten.
Mutig trotz aller Repressalien: Maria Ressa (Mitte) wird jetzt von der Menschenrechtsanwältin Amal Clooney vertreten. Quelle: AP Photo/Bullit Marquez
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London

Die bekannte Menschenrechtsanwältin Amal Clooney wird mit einem Team künftig die regierungskritische philippinische Journalistin Maria Ressa beraten. Ressa sei eine mutige Journalistin, die wegen Berichten über Verstöße gegen Menschenrechte verfolgt werde, sagte die Juristin und Ehefrau von Hollywood-Star George Clooney in einer Pressemitteilung ihrer Londoner Kanzlei Doughty Street Chambers vom Montagabend.

Ressa wies Beschuldigungen als politisch motiviert zurück

Die mehrfach ausgezeichnete Ressa ist Chefredakteurin des philippinischen Online-Nachrichtenportals „Rappler“. Sie war im März in ihrem Land erneut verhaftet worden und ist derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß.

Die philippinische Bundespolizei NBI legt der 55-Jährigen zur Last, gegen ein Finanzgeschäftegesetz verstoßen zu haben. Zudem wird ihr Verleumdung vorgeworfen. Die als harte Kritikerin von Präsident Rodrigo Duterte bekannte Ressa wies die Beschuldigungen als politisch motiviert zurück. „Ich bin sehr erfreut, dass Amal Clooney und ihr Team mich auf einer internationalen Ebene vertreten werden, um die Verletzung meiner Rechte und die meines Mediums anzufechten“, wurde sie in der Mitteilung der Kanzlei zitiert.

Clooneys Einsatz gilt auch der Pressefreiheit auf den Philippinen

„Wir werden alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um ihre (Ressas) Rechte zu wahren und die Pressefreiheit sowie den Rechtsstaat auf den Philippinen zu verteidigen“, sagte Clooney.

Ressa zufolge war ihre Verhaftung im März bereits die siebte. Ihre Redaktion sieht darin einen Versuch, sie mundtot zu machen. Vergangenes Jahr war bereits versucht worden, das Online-Nachrichtenportal, das zu den drei größten des Inselstaates zählt, zu schließen. Das US-Nachrichtenmagazin „Time“ hatte die frühere CNN-Journalistin 2018 zusammen mit anderen als „Person des Jahres“ ausgezeichnet.

Von RND/dpa