Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Medien & TV Im Test: Apples neues iPad mini
Nachrichten Medien & TV Im Test: Apples neues iPad mini
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:38 21.03.2019
Apples neues iPad mini gibt es – gegen Aufpreis – auch mit Tastatur und Eingabestift. Quelle: Apple Inc./dpan
Berlin

Apple räumt bei seinen „mini“-Produkten weiter auf. Nachdem im vergangenen Herbst der Mac mini nach jahrelanger Aktualisierungspause komplett renoviert wurde, ist nun das iPad mini dran. Fast vier Jahre lang hatte Apple das kompakte Tablet mit dem 7,9-Zoll-Bildschirm unverändert im Programm. Jetzt überspringt die Neuauflage gleich mehrere Generationen bei den verbauten Prozessoren und Sensoren.

Äußerlich bekommt man diesen Wandel nicht mit. Das neue iPad mini sieht genau so aus wie das alte iPad mini 4. Beim Einschalten fällt aber sofort das hellere Display auf. Es unterstützt nun auch die True-Tone-Technik von Apple. Dabei wird die Bildschirm-Darstellung der Farbtemperatur des Umgebungslichtes angepasst. Bislang war das den teureren Modellen iPad Pro und iPhone vorbehalten.

Das iPad mini spielt in einer Liga mit dem iPhone XS – zumindest bei der Technik

Technisch gesehen spielt der kleinste Tablet-Computer von Apple nun in einer Liga mit den Spitzenmodellen beim iPhone. Wie beim iPhone XS steckt im Innern des iPad mini der von Apple entworfene A12 Bionic Chip mit sechs Rechenkernen. Der Vorgänger setzte noch auf den betagten A8. Der Generationswechsel schlägt sich beeindruckend im Performancetest nieder. Wird nur ein Rechenkern von einer App angesprochen, steigert sich die Leistung auf 278 Prozent, kommen mehrere Rechenkerne zum Einsatz, steigt der Wert sogar auf 356 Prozent.

Vorne helleres Display, hinten weiterhin ein Aluminiumgehäuse. Beim Design hat sich beim neuen iPad mini nicht viel getan. Quelle: Robert Günther/dpa

Auch die neue Grafikeinheit liefert Spitzenwerte ab. In den Leistungstestprogrammen erscheinen viermal höhere Werte als beim Vorgängermodell. Damit ist das iPad mini auch als mobile Spielekonsole für kommende Games gut gerüstet.

iPad mini verzichtet auf FaceID

Erstaunlich dabei ist, dass sich die gestiegene Performance nicht nachteilig auf die Akku-Laufzeit auswirkt – ganz im Gegenteil. Und das, obwohl Apple die Kapazität von 27,6 auf 19,6 Wattstunden reduziert hat. Im Praxistest hielt das neue iPad mini beim aufwendigen 3D-Spiel „Asphalt 8“ gute 10,3 Stunden durch, 2,5 Stunden länger als das ältere Modell. Bei anderen Anwendungen wie Video oder Surfen im Web liegt die von der Testsoftware ermittelte Laufzeit noch bis zu drei Stunden darüber. Ursache hierfür dürfte die moderne Energiespar-Architektur des A12-Chips sein.

Im Gegensatz zur aktuellen iPhone-Generation oder der iPad-Pro-Reihe verwendet Apple beim aktuellen iPad mini weiterhin das Fingerabdruck-Erkennungssystem TouchID und verzichtet auf die aufwendigere Gesichtserkennung FaceID. Was viele Traditionalisten freuen wird: Das neue iPad mini verfügt – wie das neue größere iPad Air – weiterhin über einen herkömmlichen Kopfhöreranschluss (3,5 mm Klinkenstecker).

Neues iPad, alte Apple Pencils

Neu ist dagegen, dass das mini nun die Stifteingabe unterstützt. Allerdings kommt hier die erste Generation des Apple Pencil zum Einsatz, nicht die modernisierte zweite Generation. Dementsprechend kann der Stift nicht wie beim iPad Pro kabellos an der Gehäusekante des Tablets aufgeladen werden. Man muss ihn weiter über den Lightning-Port des Tablets laden – recht unpraktisch.

Als Neuerung wird beim iPad mini nun der Apple Pencil unterstützt – allerdings nur die erste Version des Eingabegeräts. Quelle: Apple Inc./dpa

Eher schwach fällt die Erneuerung bei den Kameras aus. Zwar hat Apple die Software optimiert, so dass die Fotos nun etwas weniger Farbrauschen aufweisen. Es fehlt aber ein Blitz oder eine Filmleuchte. 4K-Videos können auch nicht aufgenommen werden.

Das iPad mini hat eine integrierte eSIM

Besser sieht es bei der Konnektivität aus. Das neue iPad mini kommt – zumindest theoretisch – beim LTE-Datenfunk auf 1000 Megabit pro Sekunde. Wenn es denn die Funkzelle hergibt. Neben der steckbaren SIM-Karte gibt es außerdem eine integrierte eSIM.

Fazit: Das neue iPad mini lässt bei wichtigen Leistungsdaten selbst größere iPads wie das vor einem Jahr vorgestellte 9,7-Zoll-Modell hinter sich und ist auch mit neuen Sensoren für aufwendige Augmented-Reality-Anwendungen gerüstet. Nur bei Foto- und Videoaufnahmen liegt das neue Apple-Tablet nicht ganz auf dem Niveau, das Spitzen-Smartphones inzwischen bieten.

Der stärkere Hauptprozessor, die bessere Grafik, die Unterstützung der Stifteingabe und das neue, gut entspiegelte Display schlagen sich leider auch im Preis nieder. Das neue iPad mini ist 100 Euro teurer als der betagte Vorgänger. Die kleinste Version (64 GB Speicher, WLAN) kostet 449 Euro, die größere Version (256 GB) schlägt mit 619 Euro zu Buche. Die LTE-Option kostet jeweils 140 Euro Aufpreis.

Von RND/dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die kultige Sci-Fi-Komödie „Bill & Ted“ geht in die dritte Runde – und jetzt stehen auch endlich Startdatum und Filmtitel fest. In einem Video wenden sich Keanu Reeves und Alex Winter an ihre Fans.

21.03.2019

24 Stunden lang wird Wikipedia nicht erreichbar sein. Aber was steckt hinter dem Offline-Tag, und wo können Sie stattdessen online suchen?

21.03.2019

Smartphones sind klein und unscheinbar – und ziemlich energiehungrig. Eine nun erschienene Studie warnt, dass digitale Technologien weit mehr Energie verbrauchen, als das Klima verkraften kann.

21.03.2019