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Medien & TV Jürgen Vogel: „Frauen stehen unter einem wahnsinnigen Druck“
Nachrichten Medien & TV Jürgen Vogel: „Frauen stehen unter einem wahnsinnigen Druck“
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21:02 03.06.2019
„Das Wichtigste im Leben“: Kurt Fankhauser (Jürgen Vogel) fragt sich, ob er mit Mitte 40 noch einen attraktiven Körper hat. Sandra Fankhauser (Bettina Lamprecht) versucht ihn dahingehend zu beruhigen. Quelle: TVNOW
Berlin

Jürgen Vogel gähnt. Er hat bereits einen langen Interviewtag hinter sich, als er am Telefon mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland über die neue Vox-Serie „Das Wichtigste im Leben“ (ab Mittwoch, 05. Juni, 20.15 Uhr) spricht. In der spielen der Goldene-Kamera-Gewinner („Wo ist Fred?“, „Die Welle“) und Bettina Lamprecht („Bettys Diagnose“, „Pastewka“) das Ehepaar Kurt und Sandra Fankhauser, das sich gemeinsam mit seinen drei Kindern den kleinen und großen Hürden des Alltags stellt. Vogel atmet noch mal tief durch, dann stellt er sich den Fragen – die Familie ist schließlich auch das Wichtigste in seinem Leben.

Herr Vogel, in der neuen Vox-Serie „Das Wichtigste im Leben“ spielen Sie einen Familienvater, der mit seinen Kindern eine turbulente Zeit durchlebt – der eine spricht plötzlich nicht mehr, die andere ist zum ersten Mal verliebt. Sie sind selbst Vater – Hand aufs Herz: Sind Kinder nicht manchmal sonderbar?

Sie sind halt ein Teil von uns – so sonderbar wie wir manchmal sein können, so sonderbar sind auch unsere Kinder. (lacht) Ich finde Kinder generell immer wieder spannend, weil sie so unterschiedlich sind. Keines ist wie das andere. Sie bleiben ein Leben lang eine riesige Überraschung.

Können wir Erwachsene Kinder überhaupt verstehen?

Ich weiß nicht, ob man sie verstehen muss. Wir begleiten sie ja nur auf ihrem Weg. Wir versuchen immer das Beste zu machen, aber machen eigentlich auch immer alles falsch. Wir machen gute Sachen und wir machen schlechte Sachen – das ist wie in einer Beziehung. Es gibt keine Regel. Am Schluss muss man sich selbst treu bleiben. Ich muss ja nicht nur mit meinen Kindern klarkommen, sie ja auch mit mir.

Kommen denn Ihre Kinder ganz gut mit Ihnen klar?

Das müssen Sie sie selbst fragen. (lacht)

Familienserien sind oft laut, turbulent, chaotisch – „Das Wichtigste im Leben“ schlägt eher leisere Töne an und konzentriert sich auf die Protagonisten. Haben Sie sich deshalb für die Rolle des Kurt Fankhauser entschieden?

Ja, die Serie erzählt nah an der Realität, hat einen ganz eigenen Humor und feingezeichnete Charaktere – das hat mich überzeugt. Das Genre der Familienserie ist in Deutschland in der Form ausgestorben, obwohl in der Öffentlichkeit immer mehr das Klischee der Heile-Welt-Familie wegbricht und Probleme und Herausforderungen, vor denen Familien stehen, thematisiert werden. Partner, Kind und dann auch noch den gesellschaftlichen Standards gerecht zu werden, das ist, glaube ich, gerade für Frauen heutzutage extrem schwer. Die müssen so vieles abdecken – da ist ein wahnsinniger Druck drauf.

Was machen Sie, wenn Sie mal Druck ablassen müssen?

Ich finde Sport dann immer total cool – laufen oder auch putzen, das ist ja auch eine Form des Ausdauersportes. (lacht)

Sie sind vor der Kamera schon in die verschiedensten Rollen geschlüpft – sie waren sogar mal Model. Was war da los?

Da bin ich als Neunjähriger zufällig über die Mutter einer Freundin von mir reingeraten. (lacht) Sie war Fotografin, hatte Fotos von mir gemacht und sie bei einem Otto-Casting abgegeben. Und die haben dann gesagt, der soll doch mal vorbei kommen, der sieht ja ganz süß aus. Ich hatte damals Haare und sah wie ein Mädchen aus. Ich bin dann da hin und hatte den Job. Das war echt toll.

Gibt es eine Sache in Ihrem Leben, die sie bereut haben?

So ticke ich nicht. Jeder Mensch macht Fehler, aber aus diesen muss man halt lernen. Ich hätte zum Beispiel gern Abitur gemacht und studiert, aber die Möglichkeiten hatte ich nicht. Ich freue mich heute, dass meine Kinder diese haben – mein Sohn hat zum Beispiel in London studiert –, aber die haben auch andere Fähigkeiten als ich und wollen vielleicht auch einfach ganz andere Sachen im Leben als ich. Ich wollte damals vor allem schnell weg von zu Hause, mein eigenes Geld verdienen, meine eigene Familie haben – und das habe ich zum Glück ja nun mal echt geschafft.

Von Amina Linke / RND

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