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Medien & TV Robert Habeck beim Berliner Salon – ein neuer Blick auf die Grünen
Nachrichten Medien & TV Robert Habeck beim Berliner Salon – ein neuer Blick auf die Grünen
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21:32 18.03.2019
Im Gespräch: Gordon Repinski (links), Leiter des Hauptstadtbüros und stellvertretender Chefredakteur des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), moderiert den Talkabend mit Grünen-Chef Robert Habeck. Quelle: Fotos: Thomas Imo
Berlin

Premiere im Herzen der Hauptstadt: Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) hat mit dem „Berliner Salon“ ein neues politisches Talkformat gestartet. Erster Gast im „China Club Berlin“ am Brandenburger Tor war Grünen-Chef Robert Habeck. RND-Chefredakteur Marco Fenske begrüßte die Gäste zum Auftakt der Veranstaltungsreihe persönlich. „Die Medien erleben und durchleben aktuell eine Glaubwürdigkeitskrise, der wir uns sehr aktiv stellen müssen“, sagte er. „Unser neues Format soll einen kleinen Beitrag leisten und Leserinnen und Lesern die Chance geben, Einblicke in das politische Berlin zu bekommen. Wir freuen uns alle außerordentlich, dass Sie heute erschienen sind.“

In Zeiten, in denen Politiker, Fußballer oder Sänger ihre eigene Marke seien und über eigene Vermarkungskanäle verfügten, sei es oft schwer, Nachricht und PR zu unterscheiden, so Fenske. Umso wichtiger seien Journalisten „Um einzuordnen. Um Orientierung zu geben.“

Talkshow und Leserdiskussion

Das Konzept des „Berliner Salons“ setzt auf klassische Talkshow-Elemente, erweitert diese aber durch Diskussionsrunden mit den eingeladenen Spitzenpolitikern. Ausgesuchte Leser der mehr als 50 Partnerzeitungen des RND konnten Habeck am Montagabend in einer persönlichen Atmosphäre mit kritischen Fragen direkt auf den Zahn fühlen. Die Gesprächsführung übernahm Gordon Repinski, stellvertretender Chefredakteur des RND und Leiter des Hauptstadtbüros.

Grünen-Chef Robert Habeck ist der erste Gast im „Berliner Salon“ des RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Anlass zu kritischen Nachfragen bietet der Grünen-Chef immer wieder – beispielsweise, als er vor Kurzem in der Rentendiskussion eine „Schlagseite in Richtung der Alten“ diagnostizierte. Für Aufsehen sorgte Habeck auch, als er Anfang des Jahres dem Kurznachrichtendienst Twitter abschwor – und dies auch konsequent umsetzte.

Habeck: „Wir machen weniger Fehler“

Zum Höhenflug der Grünen in den Umfrage sagte Habeck: „Der Bundestagswahlkampf war für uns extrem hart, wir schienen schon gescheitert zu sein. Der neue Blick auf die Grünen hat mit den Jamaika-Verhandlungen begonnen. Wir haben gezeigt, dass wir keine Spaßpartei sind.“ Und die Grünen hätten bewiesen, dass sie sich bis an die Schmerzgrenze in Kompromisse hineinquälen könnten. „Kurz nach unserer Wahl haben Annalena Baerbock und ich beschlossen, ein gemeinsames Büro und eine Pressestelle einzurichten – das hat geholfen, einheitlich aufzutreten“, erklärte der Grünen-Chef. Außerdem würden die Grünen weniger Fehler machen als früher. Und die Partei habe die Flügelkämpfe fast beendet.

Nach der Runde mit Habeck stellten sich auch die Korrespondenten des RND-Hauptstadtbüros den Fragen der Leser. Das gehört zum Konzept: „Mit dieser Art des Dialogs wollen wir unsere journalistische Arbeit ein Stück transparenter machen“, erklärte Fenske.

Die zweite Ausgabe des „Berliner Salons“ ist für den 29. April angesetzt. Dann wird Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zu Gast sein.

Von Christian Burmeister/RND

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