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Medien & TV „Sankt Maik“: Darum hat Hauptdarsteller Daniel Donskoy keine eigene Wohnung
Nachrichten Medien & TV „Sankt Maik“: Darum hat Hauptdarsteller Daniel Donskoy keine eigene Wohnung
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14:54 07.05.2019
Daniel Donskoy spielt einen falschen Pfarrer in der TV-Serie „Sankt Maik“ (RTL). Quelle: imago images
Köln

Die TV-Serie „Sankt Maik“ (RTL) war im letzten Jahr ein Überraschungserfolg. Das liegt neben den irrwitzigen Drehbucheinfällen vor allem am smarten Hauptdarsteller Daniel Donskoy (29). Der gebürtige Moskauer spielt einen Kleinkriminellen, der als falscher Pfarrer in der Provinz untertaucht. Am Dienstag startet die zweite Staffel von „Sankt Maik“. Grund genug für das RedaktionsNetzwerk Deutschland, den falschen Fünfziger mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Hat sich die katholische Kirche nach Ausstrahlung der ersten Staffel von „Sankt Maik“ mal gemeldet und bei Ihnen bedankt?

Bei mir privat leider nicht (lacht). Wir haben in der ersten Folge der ersten Staffel in einer katholischen Einrichtung gedreht und danach nicht mehr.

Es gab einen Cliffhanger am Ende der ersten Staffel. Sie wurden angeschossen. Wie geht es jetzt weiter?

So viel kann ich schon verraten: Ich stehe von den Toten wieder auf. (lacht) Ich wusste ja erst zum Ende der Ausstrahlung der ersten Staffel, dass es weitergehen würde. Es wurde natürlich nach der Quote geschaut und glücklicherweise hatten wir mit „Sankt Maik“ zufriedenstellende Zahlen, um verlängert zu werden. Mir persönlich ist die Quote am Ende egal, wenn wir es geschafft haben, die Menschen mit unserem Spiel zu berühren. Und das werden hoffentlich auch mit der zweiten Staffel.

Was haben Sie sich von der Gage der ersten Staffel gekauft?

Ich habe sehr viel Geld in meine eigene Musik gesteckt. Am Freitag erscheint mit „Didn’t I say so“ meine zweite Single als Lead track meiner EP. Es ist toll, zu sehen, dass man nicht unbedingt Deutschpop machen muss und sich nicht die Synthesizer-Sounds draufballern muss, um bei den Menschen Gefühle zu wecken. Man kann das auch mit organischer, ehrlicher Musik. Umso mehr freue ich mich, dass ich im Oktober auf Club-Tour gehe.

Daniel Donskoy: Diese Hauptrolle ist ein großes Geschenk.

Worin besteht der größte Unterschied zwischen Schauspiel und Musik?

In der Serie spiele ich jemanden und in der Musik erzähle ich aus meinem eigenen Leben. Bei den Songs muss ich nichts filtern. Das höchste Gut eines Schauspielers ist es ja, jemand anderen zu verkörpern. Gott behüte, ich will nicht mein Seriencharakter Maik Schäfer sein. Ich habe keinen Bock, mein ganzes Leben auf einer Lüge aufzubauen. Aber diese Hauptrolle spielen zu dürfen, ist ein großes Geschenk.

Und es wird sicher nicht die letzte Hauptrolle bleiben…

Ich habe gerade den Kinofilm „Crescendo“ von Dror Zahavi an der Seite von Peter Simonischek abgedreht, der Anfang nächsten Jahres in die Kinos kommt. Darin spiele ich einen israelischen Violinisten, der sich einem israelisch-palästinensischen Jugendorchester anschließt, das bei den Friedensverhandlungen in Südtirol auftreten soll. Ich bin so froh, dass ich in Deutschland in keine Schublade gesteckt werde, sondern schon einen Psychopathen, einen Pathologen, einen Pfarrer und einen Violinisten spielen durfte. Ich hoffe, dass es so weitergeht…

Im Sommer werden Sie erneut den Pathologen an der Seite von „Tatort“-Kommissarin Maria Furtwängler geben…

Da freue ich mich schon wahnsinnig drauf. Ich habe es total genossen, mit zwei so versierten Kolleginnen wie Maria Furtwängler und Florence Kasumba spielen zu dürfen. Die haben so viel mehr Lebens- und Spielerfahrung als ich und sind noch immer mit so viel Kraft und Liebe zum Beruf dabei. Demnächst kriege ich das Drehbuch, Kann ihnen also leider nicht verraten wie es weitergeht.

Im NDR-„Tatort“ spielt Daniel Donskoy den Freund von Florence Kasumba (rechts), der aber auch mit Maria Furtwängler anbändelt. Quelle: dpa

Was ist Ihr größter Wunsch?

Mein Wunsch ist es, viele Jahre oder noch besser Jahrzehnte als Musiker und Schauspieler zu arbeiten. Danach ziehe irgendwo ans Meer. Aber wer weiß, wo es mich mal hin verschlägt. Hauptsache ich bin glücklich, inspiriert und habe tolle Menschen um mich herum.

Stimmt es eigentlich, dass Sie keine eigene Wohnung haben?

Ich habe weder das Bedürfnis nach einer eigenen Wohnung, noch habe ich die Zeit dafür. Außerdem sind die Mieten in Berlin total teuer geworden, und ich sehe es nicht ein, so viel zu zahlen, wenn ich eh nicht da bin. Ich liebe die Freiheit und es ist ein schönes Gefühl.

Und wo haben Sie Ihr ganzes Hab und Gut?

Ich habe ein Schließfach in London, in dem ich noch ein paar Sachen habe. Hier in Berlin habe ich einen Koffer, zwei Gitarren und ein kleines E-Piano zum Reisen. Das reicht mir. Man sollte sich immer fragen, was man liebt. Man kann es lieben, Brötchen zu backen. Man kann es lieben, als Fleischer zu arbeiten. Und ich liebe es, ein freier Mensch zu sein.

Von Thomas Kielhorn/RND

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