Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Medien & TV Supertalent: Emilio (9) ist Deutschlands jüngster Zirkusdirektor
Nachrichten Medien & TV Supertalent: Emilio (9) ist Deutschlands jüngster Zirkusdirektor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:15 16.12.2018
Emilio Bernardo Brumbach ist nicht nur Zirkusdirektor, er ist auch Rola-Rola-Artist. Quelle: MG RTL D / Stefan Gregorowu
Köln

Beim „Supertalent“ standen am Samstag Artisten-Wunderkinder auf der Bühne, aber auch Deutschlands jüngster Zirkusdirektor, der eine traurige Geschichte zu erzählen hat. Auch Youtube-Phänomen Ingo ohne Flamingo, selbst ernannter Partykünstler, der mit seinem Lied „Saufen – morgens, mittags, abends“ schon 2017 auf Platz 28 der deutschen Charts landen konnte, versuchte sein Glück. Doch konnte er Bruce Darnell, Sylvie Meis und den strengen Dieter Bohlen überzeugen?

Ameli Bilyk begeistert die Jury – es gibt einen goldenen Buzzer.. Quelle: MG RTL D / Morris Mac Matz

Ameli Bilyk – die junge Seiltänzerin

„Ich werde auf dem Seil tanzen und Tricks zeigen“, stellte Ameli Bilyk (13) aus der Ukraine ihr Talent vor. Ihr Ziel: „Ich möchte einmal Zirkusartistin werden.“ Vor ihrem Auftritt war Ameli zwar sehr aufgeregt, aber als sie auf dem Drahtseil stand, war ihre Nervosität wie weggeblasen. Scheinbar schwerelos balancierte die 13-Jährige auf dem Seil und jonglierte dazu noch mit Hula Hoop-Reifen. „Du bist ein Wunder, du bist ein absolutes Wunder“, staunte Dieter Bohlen.

Für Ameli gab es nach dem Auftritt Standing Ovations von Publikum und Jury. Bruce konnte sich gar nicht zurückhalten: „Ganz, ganz tolle Performance. Tolle Musik. Tolles Kostüm. Ich möchte dich mal schnell in den Arm nehmen. Great Job. Fantastic.“ Auch Sylvie schloss sich mit überschwänglichem Lob an: „Du bist erst 13 Jahre alt. Unfassbar, was du hier gerade gezeigt hast. Hammermäßig gemacht.“ Doch für Ameli kam es noch besser. „Und was machen wir hier, wenn wir Wunderkinder sehen?“, rief Dieter Bohlen im Sprint, drückte den Goldenen Buzzer und katapultierte Amelie damit direkt ins Finale.

Emilio Bernardo BrumbachDeutschlands jüngster Zirkusdirektor mit einer traurigen Geschichte

Emilio Bernardo Brumbach. Quelle: MG RTL D / Stefan Gregorow

„Ich bin Deutschlands jüngste Zirkusdirektor“, so Emilio Bernardo Brumbach (9) aus Mindelheim. Emilio gehört zur Zirkusfamilie Brumbach, einem Zirkus in der siebten Generation. „Das ist ein reiner Artistenzirkus, also ohne Tiere“, erklärte der Neunjährige. „Wir sind momentan nur zu dritt, meine Mutter, mein Vater und ich.“ Und das hat einen traurigen Hintergrund, denn ursprünglich bestand der Familienzirkus aus Mama Manuela, Papa Stefan und ihren Kindern Dominik, Johnny, Janina und Emilio.

Vor fünf Jahren jedoch starb Dominik, der Direktor des Zirkus, bei einem tragischen Autounfall. Emilios Geschwister Johnny und Janina sind nie über den Tod von Dominik hinweggekommen: Sie kehrten dem Zirkusleben den Rücken. Seitdem kämpft Emilio um den Erhalt des Zirkus und will alles dafür tun, den kleinen Familienzirkus bekannter zu machen. Deswegen hat er sich bei „Das Supertalent“ beworben. Hier will der kleine Artist nicht nur seinen Zirkus vorstellen, sondern auch sein Talent als Jongleur und auf dem Rola Rola zeigen.

„Ich bin fasziniert von deinem Ehrgeiz“, staunte Bruce Darnell. „Und du hast solchen Spaß dabei, du bist ein richtig kleiner Showmaster.“ Sylvie überwältigten mütterliche Gefühle: „Ich finde das toll, ich habe auch einen Sohn, der will Fußballspieler werden. Dass du jetzt schon mit neun Jahren so eine Bühnenpräsenz hast, und uns mit so viel Freude und Selbstvertrauen so viel zeigen kannst, also wirklich: Hut ab! Ich bin stolz auf dich!“ Von Dieter gibt es ein „großes Kompliment“ und von allen Juroren drei Mal ein „Ja“.

Jannine Weigel – In Asien ein Star, in Deutschland vollkommen unbekannt

Jannine Weigel ist in Asien ein Star. Quelle: MG RTL D / Stefan Gregorow

Jannine Weigel (18) wurde als jüngstes von vier Geschwistern in Steinfurt geboren. Im Alter von zehn Jahren wanderte sie mit ihrer Familie nach Thailand aus und lebt heute in Bangkok. 2011 nahm sie in Thailand an der Castingshow „Singing Kids“ teil und erhielt als Drittplatzierte einen Plattenvertrag. Seitdem hat die Tochter eines Deutschen und einer Thailänderin viel für ihre Bühnenkarriere getan: Zurzeit ist Jannine in drei Serien im thailändischen Fernsehen zu sehen, ihre Coversongs werden von Megastars wie Ashton Kutcher oder Lil‘ Wayne auf den Social Media Plattformen geteilt, die 18-Jährige selbst hat rund 3 Millionen Follower bei Facebook, ca. 2,9 Millionen Abonnenten bei YouTube und 1,3 Millionen Follower bei Instagram.

Nun will sie auch in Deutschland durchstarten und auf der Supertalent-Bühne mit dem Katy Perry-Songs „Roar“ punkten. Die Jury war jedoch ganz und gar nicht begeistert und ließ den Star aus Asien abblitzen. „Du hast dreimal Nein bekommen, aber das Leben geht weiter… Vielen Dank Jannine“, versuchte Bruce zu trösten.

Ingo ohne Flamingo – Keine Partystimmung bei der Jury

Ingo ohne Flamingo – bei der Jury kommt er nicht gut an. Quelle: MG RTL D / Morris Mac Matz

Mit seinem Song „Saufen“ ist Ingo ohne Flamingo 2017 schon auf Platz 28 der deutschen Charts gelandet. Ingo ohne Flamingo ist ein Berliner Partykünstler. Sein Markenzeichen sind Entenmaske und Flamingoanzug. Bei der Jury kam allerdings keine Stimmung an. Es gab dreimal den roten Buzzer – ein absolutes Nein. Dieter Bohlen hatte wie immer einen Spruch auf den Lippen: „Deine Stimme klingt wie ein Blecheimer. Aus dir wird nie eine vernünftige Ente oder sonst irgendwas. Zu Weihnachten kannst du dich gerne bei mir melden, dann mach’ ich Braten aus dir.“

Von RND

In Deutschland gehört er für viele zum Silvesterabend dazu wie das Feuerwerk – der TV-Sketch „Dinner for One“. Was kaum einer weiß: In Großbritannien wurde der Klassiker bisher nie gezeigt.

15.12.2018

Virtuelle Realität ist einer der Schwerpunkte im neuen Kieler Digitalzentrum. Die Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen wird ausgeweitet.

Martin Geist 15.12.2018

Wer ist der bessere Redner – Mensch oder Maschine? Bei Spielen wie Schach oder Go übertrumpfen künstliche Intelligenzen längst den Mensch. Müssen wir uns demnächst auch im Debattieren geschlagen geben?

15.12.2018