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Medien & TV Weniger Reichweite: Facebook geht gegen Impfgegner vor
Nachrichten Medien & TV Weniger Reichweite: Facebook geht gegen Impfgegner vor
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17:34 08.03.2019
Facebook will die Reichweite von Inhalten von Impfgegnern reduzieren. Quelle: AP
Menlo Park

Facebook will die Verbreitung der Inhalte von Impfgegnern in dem Online-Netzwerk einschränken. Facebook-Seiten und Gruppen, die „falsche Informationen über Impfungen verbreiten“, werden in Newsfeeds der Nutzer und bei Suchanfragen zurückgestuft, wie das Online-Netzwerk in einem Blogeintrag mitteilte. Damit werden die Facebook-Algorithmen sie seltener anzeigen. Werbung mit falschen Informationen über Impfungen werde überhaupt nicht mehr angenommen, hieß es weiter.

Auch bei Facebooks Fotoplattform Instagram sollen solche Inhalte nicht mehr in der Such-Ansicht angezeigt werden. Die Maßnahmen gelten zunächst für Inhalte in Englisch, Spanisch und Französisch und sollten auch auf weitere Sprachen ausgeweitet werden.

Einen ähnlichen Schritt ergriff zuvor bereits die Fotoplattform Pinterest. In den USA hat das Thema zuletzt mit der Ausbreitung von Masern an Schärfe gewonnen. Für das Problem werden auch Impfgegner mitverantwortlich gemacht. Auch die EU-Kommission hatte in der Vergangenheit die Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, der Impfskepsis entgegenzusteuern. Mit einem konkreten Plan soll so etwa die Masern-Impfrate wieder auf 95 Prozent erhöht werden.

In den vergangenen Monaten hatten sich zuletzt die Fälle von Masern erhöht. Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich 2018 europaweit so viele Menschen angesteckt wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Von RND/dpa

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