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Medien & TV „Wer wird Millionär“: Kandidatin hält Monsanto für einen Fußballspieler
Nachrichten Medien & TV „Wer wird Millionär“: Kandidatin hält Monsanto für einen Fußballspieler
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13:43 18.09.2018
Irgendwie hat es ja doch geklappt: Jasmin Capuano konnte mitt 64.000 Euro nach Hause gehen. Quelle: MG RTL D / Stefan Gregorowius
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Köln

Nein, leicht ist es bestimmt nicht bei der Quiz-Show „Wer wird Millionär“ – plötzlich drehen alle Scheinwerfer ihr Licht auf die Kandidaten, die Titelmusik dröhnt durchs Studio und Günther Jauch nimmt gegenüber Platz. Für Jasmin Capuano wurde es am Montagabend bereits bei der 200-Euro-Frage extrem aufregend: „Sie werden mir glauben, dass ich extrem unsicher bin, weil mich die Nervosität fast lähmt“, gesteht sie Günther Jauch in der Show.

Frage um Frage kämpft sie sich die Quiz-Leiter von „Wer wird Millionär“ hoch, befragt bei der Station „Wie heißt die einzige in Deutschland heimische Murmeltier-Art?“ das Publikum. Zur Auswahl stehen das Nordsee-, das Heide-, das Rhein- oder das Alpenmurmeltier. Doch auf das Publikum ist Verlass: Das Alpenmurmeltier empfehlen 90 Prozent der Zuschauer als Antwort und für Capuano leuchtet diese eingeloggte Antwort grün auf.

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Die Monsanto-Frage bei „Wer wird Millionär“ – das ist ein Fußballspieler, oder?

Doch schon bei der 4000-Euro-Frage gerät die Kandidatin ins Straucheln: „Für einen deutschen Rekordpreis von rund 60 Milliarden Euro wechselte unlängst Monsanto zu Hertha, Werder, Bayer oder Schalke?“ Monsanto? Da war doch was? „60 Milliarden? Also entweder das ist eine Fangfrage und es ist Bayer, also der Medizinkonzern, weil da irgendein Patent verkauft wurde“, grübelt Capuano. Oder? Eigentlich ist sie von einer Rekordsumme für Fußballspielertransfers ausgegangen, im Hintergrund brummelt spannungsgeladen die Musik, während Capuano weiter laut überlegt: „Monsanto? Ich dachte, das wäre vielleicht irgendwie so ein brasilianischer Fußballspieler“. Doch die Erkenntnis kommt noch nicht zu spät, schließlich sind 60 Milliarden doch zu viel für einen Fußballspieler, findet sie: „Also das heißt, es geht gar nicht um Fußball“, sagt sie und grinst breit. Jauch zuckt mit den Achseln: „Schade, wäre lustig gewesen“. „Oh Gott, ich blamier mich bestimmt bis auf die Knochen“, glaubt die 27-Jährige.

Glänzen kann die Verwaltungsfachangestellte hingegen beim nächsten Thema: Ehescheidungen. Sie weiß, dass in Deutschland das „Zerrüttungsprinzip“ gilt und geht so durch die 8000-Euro-Schranke. Während ihr Ehemann im Publikum sitzt, fragt Jauch, woher sie dieses Fachwissen nimmt: „Also ich bin ja glücklich verheiratet und das hoffentlich auch für den Rest meines Lebens. Aber meine Mama macht zum Beispiel so ein bisschen Liz Taylor Konkurrenz.“ Von Mama fürs Leben – oder die Quiz-Show – lernen.

Die Belohnung: Abfeiern mit Oma am Ballermann

Ihre letzten beiden Joker haut Capuano für die 64.000-Euro-Frage auf den Kopf. „Wie alt müssen die eingetragenen Begleitpersonen eines 17-Jährigen beim „Begleiteten Fahren“ mindestens sein“? Ein befreundeter Polizist gibt am Telefon in letzter Sekunde die Antwort: „21 Jahre“ – doch das genügt ihr nicht, und so muss noch der 50/50-Joker herhalten. Gut so: Die 27-Jährige loggt „30 Jahre“ ein und sagt „dann mach ich mir dabei in Hosen“ – die Antwort ist richtig.

Danach ist aber Schluss für Jasmin Capuano: Die Frage nach einer japanischen Erfindung möchte sie nicht mehr beantworten und nimmt die 64.000 Euro mit nach Hause. Für ihren sizilianischen Ehemann gibt es eine Edel-Espressomaschine. Für das Geld will die 27-Jährige mit ihrer Oma nach Mallorca fliegen. Aber da ist kein Erholungsurlaub geplant, Oma und Enkelin wollen noch einmal am Ballermann abfeiern – wie sie es bereits zum 75. Geburtstag gemacht haben. „Meine Oma ist im Oberbayern abgefeiert, als gäbe es kein Morgen mehr“ – mit Glitzerballerinas.

Von Geraldine Oetken / RND