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Medien „Rape Day“: Vergewaltigungsspiel auf Gaming-Plattform gestoppt
Nachrichten Medien „Rape Day“: Vergewaltigungsspiel auf Gaming-Plattform gestoppt
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11:42 06.03.2019
Screenshot aus dem umstrittenen Videospiel "Rape Day". Quelle: Hersteller
Hannover

Nach öffentlicher Empörung hat die Softwarefirma Valve das umstrittene Vergewaltigungsspiel „Rape Day“ von seiner Online-Spieleplattform Steam entfernt. Am Dienstag war die Seite zum Spiel auf Steam nicht mehr abrufbar. Öffentlich geäußert hat sich Valve zu der Entscheidung bislang nicht.

Das Spiel des Ein-Mann-Entwicklerstudios Desk Plant war vorher wochenlang mit Vergewaltigungsfantasien auf Steam angekündigt worden. „Kontrolliere die Entscheidungen eines bedrohlichen Serien-Vergewaltigers während einer Zombie-Apokalypse“, hieß es. „Belästige Frauen verbal, töte und vergewaltige sie wie du willst um die Geschichte voran zu bringen.“

Bloggerin stößt Diskussion in Deutschland an

Das Spiel sollte eine Art Bildergeschichte sein, in dem der Spieler immer wieder Entscheidungen für den Hauptcharakter treffen muss – um ihn so durch die Handlung und seine Vergewaltigungen zu leiten. Schon viele der vorab veröffentlichten Screenshots des Spiels waren sehr brutal.

Angestoßen wurde die Kritik am Spiel in Deutschland durch die Bloggerin Jasmin Schreiber. Sie machte am Montag über ihren Twitter-Account @LaVieVagabonde auf das angekündigte Spiel aufmerksam.

Spiel soll schon länger gemeldet worden sein – ohne Konsequenzen

Laut Schreiber soll das Spiel schon seit einiger Zeit von mehreren Nutzern gemeldet worden sein. Die Richtlinien von Steam hätten es aber verhindert, dass „Rape Day“ schon früher von der Plattform entfernt worden sei.

Seit dem Juni 2018 kann auf der Plattform jeder für eine Gebühr von 100 US-Dollar eigene Spiele auf Steam anbieten, die nicht illegal sind oder bei den Nutzern falsche Erwartungen wecken. Weil „Rape Day“ als Erwachsenenspiel gekennzeichnet war, war es offenbar lange weiter auf der Plattform verfügbar.

Die Bundespolizei Nordrhein Westfalen vermeldete am Montag auf Twitter zudem, dass aktuell geprüft werde, ob das Spiel illegal ist.

Von RND

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