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Medien „Tatort“ – Die Sache mit der Russenmafia
Nachrichten Medien „Tatort“ – Die Sache mit der Russenmafia
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21:57 06.01.2019
Glaubt an das Wirken der „Diebe im Gesetz“: Frank Lorenz (Roeland Wiesnekker) sah im Kölner „Tatort“ die Russenmafia am Werk. Quelle: Foto: M. V. Menke
Köln

Im gestrigen „Tatort: Weiter, immer weiter“ hat mal wieder die Russenmafia ihre schmutzigen Finger im Spiel. Das glaubte jedenfalls felsenfest der Streifenpolizist Frank Lorenz. Und schließlich gab es auch für den Zuschauer des Krimis mehrere Indizien, die dafür sprachen.

Bundeskriminalamt warnte 2016 vor der Expansion der Russenmafia

Dass sich – Vorsicht Spoiler! – letztlich jedoch alles nur in der Phantasie des offenbar psychisch kranken Lorenz abspielte, war dann die überraschende Schlusspointe des Films. Überraschend auch, weil seit Jahren auch im wirklichen Leben die Russenmafia eine zunehmend stärkere Rolle in der Kriminalität bei uns spielt.

2016 warnte beispielsweise das Bundeskriminalamt vor einer Expansion der Russenmafia in Deutschland und dadurch verursachten Milliardenschäden. Und schon 2010 stand sie im Mittelpunkt der von Dominik Graf inszenierten zehnteiligen Serie „Im Angesicht des Verbrechens“.

Eine der gefährlichsten Gruppen sind die „Diebe im Gesetz“

Eine der gefährlichsten Gruppierungen sind nach BKA-Angaben die „Diebe im Gesetz“, die auch im „Tatort“ erwähnt werden. Deren Wurzeln reichen bis in die Stalin-Ära zurück. Nach früheren Schätzungen des BKAs stehen bei uns bis zu 40 000 Personen mit dieser Mafiaorganisation in Verbindung. Und in deutschen Gefängnissen hat sie angeblich längst Netzwerke gebildet.

Ein wichtiges äußeres Merkmal der „Diebe im Gesetz“ sind ihre markanten Tätowierungen, die unter anderem Auskunft über den Status seines Trägers innerhalb der Organisation geben. Und eine solche Tätowierung spielt auch im „Tatort“ eine wichtige Rolle – allerdings nur in den Tagträumen eines Polizisten.

Von Ernst Corinth / RND

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