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Panorama 18-jähriger Schüler in Ägypten vermisst
Nachrichten Panorama 18-jähriger Schüler in Ägypten vermisst
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19:19 06.01.2019
Am ägyptischen Flughafen Luxor sollte der 18-Jährige nur zwischenlanden. Dort verschwand er. Quelle: Charlesdrakew/Wikimedia Commons
Gießen/Berlin/Kairo

Ein 18-Jähriger aus Gießen wird seit drei Wochen in Ägypten vermisst und möglicherweise von den Sicherheitskräften festgehalten. Das berichtet der Vater des jungen Mannes. Auch einige Medien berichten davon.

Der Vater des jungen Mannes mit ägyptischen Wurzeln und deutschem Pass schreibt in seinem Facebook-Beitrag, dass sein Sohn seit dem 17. Dezember vermisst werde. Er habe seinen kranken Großvater in Kairo besuchen wollen, kam dort aber nie an.

Bei Zwischenlandung verhaftet

Auf dem Weg nach Kairo musste er in Luxor zwischenlanden, dort hatte er laut Flugplan einen Aufenthalt von neun Stunden. Eingecheckt habe er, berichtet der Vater, eingestiegen sei sein Sohn aber nicht. Der Onkel des Jungen sei Anwalt in Kairo und habe herausgefunden, dass der 18-Jährige aufgrund einer Verwechslung mit einer Person mit ähnlichem Namen festgenommen worden sei.

Zunächst hatte die Gießener Allgemeine über das Verschwinden des Schülers berichtet. Der Zeitung hatte der Vater gesagt, er vermute, dass die Reiseroute verdächtig war – sein Sohn sei aber aus Kostengründen in Luxor zwischengelandet.

Auswärtiges Amt nimmt Vorfälle „sehr ernst“

Im Auswärtigen Amt hieß es am Sonntag, das Ministerium nehme den Vorfall „sehr ernst“. Die deutsche Botschaft in Kairo stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden und den Angehörigen und bemühe sich „mit Nachdruck um Aufklärung“.

Inzwischen schrieb auch eine Frau aus Göttingen auf Facebook über das Verschwinden ihres Sohnes, der ihren Angaben zufolge am 27. Dezember mit seinem Bruder nach Ägypten reiste. Der 24-Jährige sei nach der Passkontrolle am Flughafen in Kairo verschwunden. Auch hier handele es sich laut des Beitrags um eine Namensverwechslung. Der „Hessenschau“ sagte das Auswärtige Amt, man stehe auch hierzu mit den Behörden vor Ort in Kontakt.

Von RND/dpa/msk