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Panorama Ärztin bricht Urlaub ab, um Krebspatienten das Leben zu retten
Nachrichten Panorama Ärztin bricht Urlaub ab, um Krebspatienten das Leben zu retten
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10:58 10.10.2019
Dr. Yu-Mi Ryang mit ihrem Patienten Christian Opitz. Quelle: Helios
Berlin

Mit der Diagnose kam die Angst: Jahrelang wuchs im Kopf von Christian Opitz ein Tumor heran. Als er entdeckt wurde, war er bereits zehn Zentimeter groß. Doch der 29-jährige Berliner wehrte sich gegen eine Operation, fürchtete bleibende Schäden. Seine Angst hätte ihn nun beinahe das Leben gekostet: Sein Zustand hatte sich dramatisch verschlechtert, nur eine Not-OP konnte den Vater eines kleinen Mädchens noch retten.

„Ich kam in die Notaufnahme und dann weiß ich von nichts mehr“, erinnert sich Christian Opitz laut einer Mitteilung der behandelnden Helios-Klinik. Woran sich Opitz nicht mehr erinnert, ist sein Zusammenbruch: Seine Atmung und sein Herzschlag setzten aus, sein Körper kann dem wachsenden Tumor in seinem Kopf nicht länger standhalten.

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Ärztin bricht Urlaub für Not-OP ab

Christian hat uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt“, sagt seine behandelnde Ärztin Yu-Mi Ryang. Als sie über den Zustand ihres Patienten informiert wurde, habe sie sich gerade an der Ostsee befunden. „Ich habe den Urlaub abgebrochen und bin sofort zurück nach Berlin gefahren und habe ihn dann mit meinem leitenden Oberarzt zusammen operiert“, beschreibt Ryang die Situation.

Die ersten Symptome wie Migräne oder Übelkeit bemerkte Opitz bereits vor vier Jahren. Doch erst im vergangenen November ging er in die Helios-Klinik Berlin-Buch, um sich untersuchen zu lassen. „Ich lag im Bett und dachte mir, dass das einfach nicht normal sein kann“, erinnert er sich. Dort bekam er dann Gewissheit. „Meine Neurologin hat mir gesagt, dass da etwas von innen gegen die Arterie drückt und dass wir sofort weitere Maßnahmen ergreifen müssen.“ Doch Opitz weigerte sich, bis er fast gestorben wäre.

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Krebspatient kämpft sich zurück

Bei der OP wurde der Tumor komplett entfernt, doch der Berliner musste anschließend einen Monat auf der Intensivstation verbringen. „Am Anfang konnte ich mich nicht bewegen und ich habe sehr viele Schmerzmittel bekommen“, erinnert sich Opitz. Jetzt kämpft sich der 29-Jährige Tag für Tag zurück ins Leben – auch für seine kleine Tochter.

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