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Panorama Armbrust-Fall: Tote 19-Jährige aus Wittingen hatte seit Jahren keinen Kontakt zu ihren Eltern
Nachrichten Panorama Armbrust-Fall: Tote 19-Jährige aus Wittingen hatte seit Jahren keinen Kontakt zu ihren Eltern
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13:57 15.05.2019
Die Polizei steht vor dem Fundort der Leichen in Wittingen Quelle: Sebastian Preuß
Passau/Wittingen

Der ungelöste Armbrust-Fall mit drei Toten in Passau und zwei Toten im niedersächsischen Wittingen gibt weiter Rätsel auf. Insbesondere die Frage nach einem Motiv für das gesamte Geschehen ist noch nicht geklärt.

Die Obduktionen der Leichen haben am Dienstag zumindest etwas Licht ins Dunkel gebracht. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Toten aus Passau gab Hinweise auf die Tatumstände. Die Staatsanwaltschaft geht bei dem 53-Jährigen und den beiden 33 und 30 Jahre alten Frauen von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus.

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In der Wohnung des 30 Jahre alten Opfers wurden am Montag zwei weitere Leichen gefunden. Wie die beiden Frauen ums Leben kamen, ist noch nicht geklärt. Bei einer der Frauen handelte es sich laut Polizei um die Lebensgefährtin der 30-Jährigen. Die zweite Tote ist eine 19-Jährige, die ebenfalls in der Wohnung lebte.

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In einer Pension in Bayern sind am Wochenende drei Menschen tot aufgefunden worden. In ihren Körpern steckten die Pfeile einer Armbrust. Auch in einer Wohnung in Niedersachsen stießen Ermittler auf zwei Leichen.

„Sie hat mit niemandem mehr Kontakt haben wollen“

RTL berichtete unter Verweis auf Ermittler, dass es sich bei der 19-Jährigen um eine Jugendliche handelt, die vor Jahren den Kontakt zu Familie und Freunden abgebrochen hatte. Offenbar hatte die junge Frau ihren Ausweis bei sich, als sie starb. In einem Interview mit dem Sender berichten die Eltern, dass sich ihre Tochter abkapselte, von Familie und Freunden zurückzog. „Sie hat mit niemandem mehr Kontakt haben wollen. Außer mit den Leuten, die sie vom Kampfsport kannte“, berichtet ihre Mutter gegenüber „RTL“. Dort soll sie auch den 53-Jährigen und die 33-Jährige kennengelernt haben, die am Samstag tot in der Pension gefunden wurden.

Als vermisst galt die junge Frau allerdings nicht: „Die 19-Jährige war ganz offiziell und anständig unter der Adresse in Wittingen gemeldet“, sagte Christina Pannek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Hildesheim, der „Aller-Zeitung.

Die Zeitung „Bild“ zitiert einen Mann, der von seiner Begegnung mit dem 53-Jährigen berichtete. Demnach hatte er dem 53-Jährigen vorübergehend einen Pferdehof verpachtet. Die Frauen sollen sich dem 53-Jährigen gegenüber auffallend unterwürfig verhalten haben. Alle Opfer waren ersten Erkenntnissen zufolge Mitglieder der Mittelalterszene, die Toten in Passau engagierten sich in einem Ritterverein.

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0800 - 111 0 111 (ev.)

0800 - 111 0 222 (rk.)

0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Email: unter www.telefonseelsorge.de

Von RND/dpa/mat

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