Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Panorama Burger essen mit Stäbchen: Rassismus-Vorwürfe gegen Burger-King-Werbung
Nachrichten Panorama Burger essen mit Stäbchen: Rassismus-Vorwürfe gegen Burger-King-Werbung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:20 10.04.2019
Die Fast-Food-Kette Burger King steht wegen rassistischer Werbung in der Kritik. Quelle: dpa/Symbol
Anzeige
Wellington

Ärger für die Fast-Food-Kette Burger King: Das Unternehmen hat eine Werbung gelöscht, in der Menschen mit überdimensionalen roten Stäbchen versuchen, Burger zu essen. Der Spot wurde in den sozialen Netzwerken zuvor heftig kritisiert.

Mit dem kurzen Video sollte in Neuseeland ein neuer „vietnamesischer“ Burger beworben werden. Doch statt Lust auf Fast-Food löste der Spot eine Debatte darüber aus, ob der Film ein harmloser Spaß ist oder unsensibel mit Kulturen umgegangen wird und rassistisch ist.

Anzeige

Kritik an rassistischem Werbefilm von Burger King

Verbreitet wurde das Video von Maria Mo, einer in Neuseeland lebenden Koreanerin. Sarkastisch schrieb sie unter den Spot: „Stäbchen sind wahnsinnig witzig“. Mehr als 2,9 Millionen Mal wurde das Video angesehen.

In ihrem nächsten Tweet äußert sich Mo verärgert über den Versuch von Burger King, sich über das asiatische Essverhalten lustig zu machen und bezeichnet die Anzeige als rassistisch. „Mir ist so schlecht von Rassismus jeglicher Art. Von der Art, sich über andere Kulturen lustig zu machen“, schrieb sie.

Gegenüber der „Huffington Post“ sprach Mo davon, dass sie einen Moment gebraucht habe, um zu realisieren, was sie gerade gesehen habe. „Ich konnte nicht glauben, dass solch’ scheinbar ignoranten Werbungen im Jahr 2019 noch immer erscheinen“, so Mo.

Burger King löscht rassistischen Werbefilm

Nutzer in den Sozialen Netzwerken äußerten sich verärgert über die Entscheidung Burger King’s, sich über Essstäbchen lustig zu machen – ein Essgeschirr, das in Asien seit tausenden Jahren verwendet wird. „Ich dachte immer, Burger King sei besser als KFC und McDonalds, aber jetzt möchte ich ihre Produkte nicht mehr essen“, schrieb eine Userin.

Das Unternehmen reagierte auf die Kritik und löschte das Video, das sie auf ihrem Instagram-Account des neuseeländischen Burger Kings veröffentlicht hatten. Ein Unternehmenssprecher sagte gegenüber „Evening Standard“: „Die betreffende Anzeige ist unsensibel und spiegelt nicht unsere Markenwerte in Bezug auf Vielfalt und Inklusion wider“.

Von RND/mat