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Panorama Drohnensichtung: Flughafen Heathrow stoppt zwischenzeitlich Abflüge
Nachrichten Panorama Drohnensichtung: Flughafen Heathrow stoppt zwischenzeitlich Abflüge
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20:23 08.01.2019
Ein Flugzeug der Fluggesellschaft British Airways im Anflug auf den Flughafen Heathrow (Archivfoto). Quelle: Hannah Mckay/EPA/dpa
London

Der Londoner Flughafen Heathrow hat wegen einer Drohnensichtung alle Abflüge gestoppt. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilte der Airport am Dienstagabend mit. Flughafenvertreter erklärten, sie arbeiteten eng mit der Polizei zusammen, um die Lage zu klären. Heathrow gehört auch zu den wichtigsten Flughäfen weltweit.

Nach rund 90 Minuten durften Starts wieder aufgenommen werden. Ob die Ermittlungen ergaben, dass tatsächlich eine Drohne in der Umgebung des Flughafens in der Luft war, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Auf Fernsehbildern war deutlich ein Objekt am Himmel zu erkennen.

Bereits kurz vor Weihnachten hatte es in Großbritannien Drohnensichtungen an Flughäfen gegeben. Damals war der Londoner Flughafen Gatwick betroffen. An drei aufeinander folgenden Tagen war der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen wiederholt über Stunden unterbrochen worden. Das dadurch ausgelöste Chaos brachte kurz vor den Feiertagen die Reisepläne Zehntausender Passagiere durcheinander.

Mehr als 100 Zeugen – darunter Piloten und Polizisten – hatten die Drohnen dort gesichtet. Etwa 1000 Flüge waren aus Sicherheitsgründen gestrichen oder umgeleitet worden. Betroffen waren 140 000 Passagiere. Die für die Zwischenfälle bei Gatwick verantwortlichen Täter wurden bislang nicht gefasst.

Sperrzonen um Flughäfen sollen ausgeweitet werden

Aus dem Vorfall in Gatwick hatte die Regierung Konsequenzen gezogen. So sollen der Polizei mehr Befugnisse zur Landung, Beschlagnahmung und Suche von Drohnen übertragen werden, wie das Verkehrsministerium in London mitteilte. Darüber hinaus werde die Regierung an einem erweiterten Einsatz von Technologien arbeiten, durch die Drohnen an Orten wie Flughäfen oder Gefängnissen entdeckt und abgewehrt werden können.

Zudem sollen die Sperrzonen um Airports, in denen das Fliegen von Drohnen verboten ist, auf einen Radius von ungefähr fünf Kilometern ausgedehnt werden. Ab November 2019 sollen Drohnen-Besitzer zudem gesetzlich verpflichtet sein, sich zu registrieren. Polizisten dürften Anwesen durchsuchen und Drohnen beschlagnahmen - inklusive der elektronischen Daten, die in ihnen gespeichert sind.

Von RND/dpa/AP