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Panorama Durch Kopfschuss getötet? Kassels Regierungspräsident Walter Lübcke lag tot im Garten
Nachrichten Panorama Durch Kopfschuss getötet? Kassels Regierungspräsident Walter Lübcke lag tot im Garten
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09:48 03.06.2019
Bild zeigt den verstorbenen Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke (Kassel) Quelle: imago images / Hartenfelser
Kassel

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) ist in der Nacht zum Sonntag unerwartet im Alter von 65 Jahren gestorben – offenbar unter mysteriösen Umständen, Medien berichten von einem Kopfschuss.

Ein Sprecher der hessischen CDU bestätigte den Tod Lübckes unter Berufung auf dessen Familie. Hessens Europastaatssekretär Mark Weinmeister (CDU) habe mit den Angehörigen telefoniert. „Wir sind tief bestürzt über den plötzlichen Tod unseres Freundes Walter Lübcke“, erklärten der CDU-Landesvorsitzende, Ministerpräsident Volker Bouffier, und der hessische CDU–Fraktionsvorsitzende Michael Bodenberg am Sonntag.

Tod von Walter Lübcke: Keine Waffe am Tatort

Da die Todesumstände unklar seien, werde in dem Fall ermittelt, teilte das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden mit. Zunächst seien keine weiteren Auskünfte möglich. Laut der „HNA“ und der „Bild“-Zeitung soll der Politiker durch einen Kopfschuss auf seinem Anwesen in Wolfshagen-Istha gestorben sein. Er seit tot in seinem Garten gefunden worden, berichtet die „HNA“. Eine Waffe sei nicht am Tatort gefunden worden.

Die „HNA“ berichtet weiter, eine Rolle in dem Fall könnte auch ein Mann spielen, den Walter Lübcke womöglich im Umfeld einer Kirmes unweit seines Wohnhauses in Istha getroffen haben soll. Ein Sprecher des Landeskriminalamts wollte die Berichte am Sonntagabend nicht kommentieren und verwies auf die Staatsanwaltschaft Kassel.

„Fassungslosigkeit über Tod des außerordentlich nahbaren“ Chefs

In der CDU-Erklärung hieß es, als Regierungspräsident habe Lübcke „nie das klare Wort“ gescheut. „Er war ein Brückenbauer, wie er besser nicht sein könnte.“ In diesen schweren Stunden seien die Gedanken und Gebete vor allem bei Lübckes Frau, den beiden Söhnen und dem im vergangenen Jahr geborenen Enkelsohn, erklärten Bouffier und Boddenberg.

In einer Mitteilung des Regierungspräsidiums hieß es, in der Behörde herrschten „Fassungslosigkeit und Erschütterung über den Tod des beliebten und außerordentlich nahbaren“ Chefs. In seiner Amtszeit habe Lübcke das Haus durch große Veränderungen geleitet, in der seine Bodenständigkeit und sein offener, verbindlicher Umgang ihm wie auch den Beschäftigten vieles erleichtert hätten.

Von 1999 bis 2009 für die CDU im hessischen Landtag

„Als Walter Lübcke vor knapp zwei Wochen sein zehnjähriges Dienstjubiläum feierte, verwies er noch auf seinen auf Monate hinaus übervollen Terminkalender“, teilte die CDU Hessen mit.

Lübcke wurde im nordhessischen Bad Wildungen geboren. Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann arbeitete er nach Angaben seiner Partei in der Pressestelle der Kunstausstellung documenta 7. Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Kassel schloss er 1991 mit einer Promotion ab. Vor seiner Amtszeit als Regierungspräsident saß Lübcke von 1999 bis 2009 für die CDU im hessischen Landtag.

Von RND/seb/dpa

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