Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Panorama Epstein-Tod: Es war Suizid
Nachrichten Panorama Epstein-Tod: Es war Suizid
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:14 17.08.2019
Jeffrey Epstein hat sich in einer Gefängniszelle in den USA selbst das Leben genommen. Quelle: New York State Sex Offender Regi

Der am Wochenende in seiner Gefängniszelle tot aufgefundene US-Unternehmer Jeffrey Epstein hat sich dem offiziellen Obduktionsbericht zufolge umgebracht. Das teilte das zuständige medizinische Büro der Stadt New York am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Damit bestätigte der Bericht die ohnehin wahrscheinliche Annahme, das Epstein - dem Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen wurde - Suizid beging. Nach Epsteins Tod hatten einige Verschwörungstheoretiker behauptet, der Multi-Millionär sei ermordet worden.

Der Suizid war Medienberichten zufolge deshalb möglich geworden, weil Epsteins Wächter trotz eines offenbar vorausgegangenen Suizid-Versuchs zwei Wochen zuvor ihre Aufsichtspflicht verletzten. Statt wie vorgeschrieben alle 30 Minuten nach dem Inhaftierten zu schauen, seien die beiden Beamten in der Gefängniseinheit Epsteins eingeschlafen und hätten dessen Zustand für rund drei Stunden nicht kontrolliert, hatte die „New York Times“ berichtet.

Prozess gegen Epstein sollte im Juni 2020 starten

Epstein nahm sich mutmaßlich in dieser Zeit das Leben. Der 66-Jährige wurde von Mitarbeitern der Haftanstalt am vergangenen Samstagmorgen gefunden und später in einem Krankenhaus für tot erklärt. Der Direktor der Haftanstalt wurde auf Veranlassung von Justizminister William Barr versetzt. Barr hatte „schwere Unregelmäßigkeiten“ in der Haftanstalt beklagt und eine gründliche Untersuchung des Falles versprochen.

Der in elitären Kreisen bestens vernetzte Epstein saß in einer Haftanstalt in Manhattan ein, wo er bis zum Beginn seines Prozesses bleiben sollte. Den Prozessauftakt hatte das Gericht vorläufig auf Anfang Juni 2020 festgelegt. Der Geschäftsmann wurde beschuldigt, Dutzende Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Laut Anklageschrift baute Epstein zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring auf.

Der Ex-Investmentbanker zeigte sich gern öffentlich mit Politikern und Prominenten. Er hatte unter anderem - zumindest zeitweise - Kontakte zum heutigen Präsidenten Donald Trump, zu Ex-Präsident Bill Clinton und Prinz Andrew aus Großbritannien. US-Medien spekulieren, dass ein Prozess weitere Prominente schwer belastet hätte. Die Staatsanwalt ermittelt eigenen Angaben zufolge trotz Epsteins Tod weiter in dem Fall.

Lesen Sie auch: Jeffrey Epstein tot in Zelle aufgefunden: Gerichtsakten belasten auch britischen Prinz Andrew

RND/dpa

Durch seine ikonische Rolle als Motorradfreak in dem Kultfilm „Easy Rider“ wurde er vor 50 Jahren berühmt. Nun ist Peter Fonda, Sohn von Hollywood-Star Henry Fonda, mit 79 Jahren gestorben.

17.08.2019

Sie war fast so bekannt wie ihr verstorbenes Herrchen Karl Lagerfeld - doch dann war sie verschwunden, zumindest im Netz. Nun ist Choupette, die Katze des Designers, wieder zurück.

16.08.2019

Man sollte Kleinkindern lieber keinen Autoschlüssel zum Spielen geben: Das hat eine Mutter in München schmerzhaft gelernt. Denn ihr Sohn schloss sie aus dem Auto aus - sie musste die Polizei hinzurufen.

16.08.2019