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Panorama Fall Leonie: Plüschtiere vor dem Wohnhaus verschwunden
Nachrichten Panorama Fall Leonie: Plüschtiere vor dem Wohnhaus verschwunden
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10:50 06.03.2019
Die vor dem Haus der getöteten Leonie abgestellten Kuscheltiere und Kerzen sind verschwunden. Quelle: dpa
Torgelow/Wolgast

Blumen, Kerzen und Kuscheltiere lagen bis vor kurzem vor dem Torgelower Wohnhaus, in dem Leonie (6) im Januar offenbar gewaltsam ums Leben kam. Viele anteilnehmenden Menschen hatten dort im Gedenken an das Mädchen Erinnerungsstücke abgelegt. Nun sorgt eine Meldung für Aufsehen, dass alle Plüschtiere entfernt wurden.

„Wir haben die Beisetzung abgewartet und wollten dann den Gehweg von den Kerzen und Kuscheltieren freiräumen. Als eine Mitarbeiterin sich dort umsah, waren bereits alle Plüschtiere verschwunden“, sagt der Torgelower Stadtsprecher Ulrich Blume der „Ostsee-Zeitung“. Beschwert habe sich bei der Stadt darüber niemand. Auch in der Nachbarschaft habe keiner mitbekommen, wer die Gegenstände weggeschafft hat.

Vater gab Einverständnis zur Entfernung der Andenken

Ähnlich, aber weniger heimlich, sind die niedergelegten Gegenstände in Wolgast, wo Leonies Vater und kleiner Bruder wohnen, mittlerweile verschwunden. Die Stadt hatte die Andenken bis zur Trauerfeier liegen lassen und dann im Einverständnis mit dem Vater Oliver E. weggeräumt. Ein Teil der Kuscheltiere war zunächst noch im Schaufenster eines An- und Verkaufs zu sehen und wurde inzwischen an eine gemeinnützige Einrichtung verschenkt.

Oliver E. bedankt sich noch einmal für die Wertschätzung vieler Menschen, die an dem gewaltsamen Tod seines Kindes so große Anteilnahme gezeigt hatten. Ein geschnitztes Holzherz, das in Torgelow vor dem Wohnhaus stand, hatte er an Leonies Grab platziert. Das hatte ihm die Familie, die es hingestellt hatte, angeboten.

Mutter und Stiefvater stehen im Visier der Ermittler

Im Fall der toten Leonie (6) stehen Stiefvater und Mutter im Visier der Ermittler. Gegen David H., der derzeit in der JVA Bützow in Haft sitzt, wird wegen Mord durch Unterlassen ermittelt. Dem Torgelower wird vorge­worfen, die sechsjährige Tochter seiner Lebens­gefährtin misshandelt zu haben. Das stritt David H. in den ersten Vernehmung ab.

Gegen Leonies Mutter steht der Vorwurf der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen im Raum. Sie befindet sich mit ihrem Baby in einer betreuten Einrichtung. Laut Staatsanwältin Beatrix Heuer können die Ermittlungen noch Monate andauern, bis es zu einer Anklage in dem Fall komme.

Von RND/Virginie Wolfram

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