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Panorama Fall Rebecca: Wohin wollte der verdächtige Schwager mit dem Auto?
Nachrichten Panorama Fall Rebecca: Wohin wollte der verdächtige Schwager mit dem Auto?
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18:29 06.03.2019
Die Polizei veröffentlichte Fotos der verdächtigen Schwagers von Rebecca und seines Autos. Quelle: dpa/Polizei Berlin
Berlin

Die Spur zu der verschwundenen Rebecca aus Berlin könnte ins benachbarte Brandenburg führen. Wurde die 15-jährige getötet und ihre Leiche von dem Täter irgendwo in der dünnbesiedelten Gegend östlich von Berlin versteckt? Diesem Verdacht geht die Polizei jetzt nach, weil das Auto der Familie, das der verdächtige Schwager nutzte, kurz nach dem Verschwinden der Schülerin vor mehr als zwei Wochen zweimal in Brandenburg, auf der Autobahn zwischen Berlin und Frankfurt (Oder), erfasst wurde.

Die Mordkommission der Berliner Kriminalpolizei hält diese Spur für so relevant, dass sie am Mittwoch nicht nur Fotos des dunkelroten Renault Twingo veröffentlichte, sondern auch drei Fotos des verdächtigen Schwagers ins Internet stellte, obwohl der Mann bereits in Untersuchungshaft sitzt.

Die Kripo sucht dringend nach Hinweisen von Zeugen, die das Auto oder den Mann am 18. oder 19. Februar im östlichen Brandenburg gesehen haben könnten. So hoffen die Fahnder herauszufinden, wo die Leiche sein könnte, um so auch endlich handfeste Beweise statt nur Indizien gegen den möglichen Täter in die Hand zu bekommen.

Mehr zum Thema: Rebeccas Mutter hält weiter zu Schwiegersohn – Spurenfund sei „logisch“

Bei der Suche nach der vermissten Rebecca bitten die Ermittler die Bevölkerung um Mithilfe. In diesem Zusammenhang veröffentlichten Polizei und Staatsanwaltschaft auch Fotos des verdächtigen Schwagers.

Rebecca war in der Nacht zum 18. Februar oder am Vormittag aus dem Haus der Schwester verschwunden. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass sie getötet wurde. Der dunkelrote Twingo mit einem Berliner Nummernschild wurde am 18. Februar um 10.47 Uhr und am 19. Februar um 22.39 Uhr auf der Autobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von einem automatischen Kennzeichenerfassungssystem registriert. „Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte zu diesen Zeiten allein der 27-jährige Schwager Zugriff auf diesen Pkw“, teilte die Polizei mit.

Polizei fragt: Wer hat das Auto des Verdächtigen gesehen?

Das Erfassungssystem der Brandenburger Polizei mit der Bezeichnung KESY registriert alle Nummernschilder vorbeifahrender Autos. Es wird zur Fahndung und zur Aufklärung von Fahrzeug-Diebstählen eingesetzt. Die Polizei hält die genauen Standorte geheim, aber nach Informationen von Datenschutzorganisationen soll sich die Überwachungsstelle an der A12 zwischen den Ausfahrten Storkow und Fürstenwalde befinden. Das ist etwa 50 bis 60 Kilometer südöstlich des Berliner Stadtteils Britz im Bezirk Neukölln, wo Rebecca bei ihrer Schwester übernachtete. Wie weit der Twingo dann noch weiter Richtung Frankfurt/Oder fuhr, ist nicht bekannt.

Chronologie der Ereignisse

18. Februar: Rebecca wird als vermisst gemeldet

21. Februar: Die Polizei veröffentlicht Fahndungsbilder

23. Februar:
Ermittler gehen von Verbrechen aus

26. Februar:
Rebeccas Familie bereitet ein Detail Kopfzerbrechen

28. Februar:
Der Schwager wird erstmals festgenommen

01. März:
Rebeccas Schwager wird aus U-Haft entlassen

04. März:
Erneuter Haftbefehl gegen Schwager

05. März:
Neue Beweise belasten Schwager schwer

06. März:
Polizei veröffentlicht Fotos des Schwagers

Die Polizei fragt nun, wer das Auto des Verdächtigen am Vormittag des 18. Februar und am Abend des Folgetages gesehen hat. Und wer Angaben zu Aufenthaltsorten des Mannes zu den beiden Zeiten machen kann. Außerdem geht es um die Frage, ob Bekannte des Schwagers etwas über Orte in Brandenburg wissen, wo sich der Mann auskennt. Außerdem wird nach der lila Fleece-Decke, die mit Rebecca verschwand, gefragt. Im Kofferraum des Autos soll die Polizei Haare der Jugendlichen und Faserspuren dieser Decke gefunden haben.

Der Schwager schweigt bisher zu den Vorwürfen gegen ihn. Die Eltern und Schwestern von Rebecca halten ihn weiterhin für unschuldig. Rebeccas Vater sagte dem Sender RTL: „Die ganze Nummer hängt mit einer anderen Sache zusammen, die ich aber nicht sagen darf.“ Er appellierte an seinen Schwiegersohn: „Florian, rede einfach. Klär das, damit die ganze Suche in die andere Richtung geht, und zwar in die richtige. Wir müssen Becky finden.“

Der Verdächtige soll ausgesagt haben, dass er am Morgen des Tages um 5.45 Uhr von seiner Arbeit als Koch und einem Treffen mit Kollegen nach Hause gekommen sei. Gegen 7.00 Uhr soll Rebeccas Schwester mit ihrem Kind das Haus verlassen haben.

Von RND

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