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Panorama Kleider machen Bräute: Die schönsten Hochzeitstrends
Nachrichten Panorama Kleider machen Bräute: Die schönsten Hochzeitstrends
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12:44 01.06.2019
Tiefe Ausschnitte, schlichte Formen, Transparenz: Das sind die neuen Trends in der Brautmode. Quelle: Lela Rose Bridal
Hannover

Wer sagt eigentlich, dass man nur in Weiß heiraten kann? Noch bis ins 20. Jahrhundert schritten viele Bräute ganz einfach im Sonntagsstaat vor den Altar, also in ihrem besten, festlichsten Kleid, und das war meistens schwarz. Erst in den Zwanzigern setzte sich Weiß als Brautkleidfarbe durch, ein Symbol für Reinheit und Jungfräulichkeit.

Dass sexuelle Unberührtheit heute nicht mehr zu dem zählt, was eine Braut gemeinhin auszeichnet, hat jedoch weniger damit zu tun, dass die Hochzeitskleider in dieser Saison wieder dunkler werden – die neuen Farben sind einfach schick. Wobei es vor allem zarte, pastellige Töne sind, zu denen die Designer greifen.

Mut zur Farbe: Zarte Töne sind im Anflug

Farbe, Federn und Beinfreiheit: Ein Entwurf von Carla Ruiz. Quelle: Estrop/Getty Images

„Besonders beliebt sind derzeit Blush-Töne, alles von Rosé bis Apricot“, erklärt Brautmodenexpertin Theresa Steinke. Die libanesischstämmige US-Designerin Reem Accra schickte ihre Models aber auch in sanften Grün- und Blautönen über den Laufsteg. Der Entwurf der Spanierin Carla Ruiz (Bild) wiederum vereint gleich mehrere Trends: Farbe, Federn und Beinfreiheit.

Lassen tief blicken: Kleider mit Ausschnitt

Clean Chic mit tiefem Ausschnitt: Ein Model bei Randy Fenoli. Quelle: Estrop/Getty Images

Eben noch waren verspielte, mit blumiger Spitze überzogene Vintage-Kleider beliebt, jetzt kann es gar nicht schlicht und reduziert genug sein: Diese Saison wird die Brautmode vom Clean Chic dominiert. Soll heißen: Klare, schmale Schnitte treffen auf dezente, elegante Stoffe.

Dabei ist auffällig: „Die Röcke werden wieder weiter, die Oberteile dezenter. Wenn überhaupt Spitze, dann eher grafische als florale“, erklärt Theresa Steinke, Inhaberin des Hamburger Brautmodengeschäfts Elbbraut. Damit das Ganze jedoch nicht langweilig wird, dürfen extravagante Details in den neuen Brautkleidern nicht fehlen, womit wir beim Thema Dekolleté wären.

Tiefe, mindestens bis zum Brustbein, wenn möglich gar bis zum Bauchnabel gezogene Ausschnitte werden künftig bei Hochzeiten kein seltener Anblick sein. Auch mit tiefen Schlitzen an den Beinen oder am Rücken versuchen Bräute zu entzücken, wie dieses Model (Bild) in einem Entwurf des US-Designers Randy Fenoli zeigt.

Mit Durchsicht: Transparenz ist Trend

Blickdurchlässige Spitze bei Mira Zwillinger. Quelle: JP Yim/Getty Images

Die Zeiten, in denen man sich als Braut nur blickdicht und tief verschleiert vor den Altar wagen durfte, sind definitiv vorbei: So manches Kirchenoberhaupt mag angesichts dieses Trends schwer schlucken, aber transparente Stoffe sind in dieser Hochzeitssaison angesagter denn je.

Bei den Brautmodenschauen Anfang April in New York zeigte jedes zweite Label Entwürfe aus blickdurchlässiger Spitze oder transparentem Tüll. Vor allem das israelische Designerduo Mira Zwillinger hüllte seine Models nur noch in einen Hauch von Nichts (siehe Bild). Die Braut darf heute offenbar zeigen, was sie hat. Dabei gilt allerdings: Obacht bei der Unterwäschewahl!

Träume aus Tüll: Mehr Volumen wagen

Für Prinzessinen: Tülltraum von Pronovias. Quelle: Jordi Vidal/WireImage

„Die Braut von heute will Opulenz und Extravaganz, kein stinknormales Durchschnittskleid“, weiß Uwe Herrmann, Brautmodenhändler in Dresden. Ganz vorn auf der Prinzessinnentraumliste steht dabei neuerdings wieder eins: Tüll – und zwar nicht zu knapp. In etlichen Lagen und Metern darf sich das netzartige Gewebe dieses Jahr entfalten, wie ein jüngst in Barcelona gefeierter Cinderella-Tülltraum von Pronovias (Bild) beweist.

Ob man damit problemlos in jede Kutsche passt, bleibt dahingestellt. Wichtig ist allein: Dem großen Tag gebührt auch ein großer Auftritt. Wobei nicht nur die opulenten Röcke für Hingucker sorgen sollen, auch mit schlichten, aber raffinierten Oberteilen will die Braut entzücken. Ihr derzeit beliebtester Trick: Sie legt die Schultern frei.

Wer hat die Hosen an? Die Braut im Zweiteiler

Elegant mit Schleppe: Brautanzug von Pronovias. Quelle: Estrop/Getty Images

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir nicht nur einmal im Leben, sondern mehrfach in ein Hochzeitskleid schlüpfen werden, ist angesichts der hohen Lebenserwartungen und Scheidungsraten nicht gerade gering. Das kann uns traurig stimmen, oder auch, zumindest mit Blick auf die Brautmode, ein wenig froh – schließlich gibt es für jede Lebensphase und jedes Alter den passenden Entwurf.

Wer mit A-Linien- oder Mermaid-Kleidern nichts anfangen kann, wird es begrüßen, dass die Brautmodenhersteller zunehmend auch Overalls, Hosenanzüge und Zweiteiler auf den Markt bringen, in denen sich wunderbar heiraten lässt. Sie sind mal kurz, mal lang, mal mit Spitze und sogar mit Schleppe, wie dieser Brautanzug von Pronovias (Bild) zeigt.

Auch sehr angesagt ist die Zweiteilung von Rock und Oberteil, wobei dazwischen ein wenig Luft gelassen wird: „Bauchfreie Brautkleider liegen stark im Trend“, erklärt Brautmodenexperte Uwe Herrmann.

Von Sophie Hilgenstock/RND

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