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Panorama Hündin Freya bringt 19 Welpen zur Welt und stirbt
Nachrichten Panorama Hündin Freya bringt 19 Welpen zur Welt und stirbt
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20:26 01.10.2019
19 Hundewelpen sind in Mecklenburg-Vorpommern zur Welt gekommen. Die Mutter überlebte die Geburt nicht. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/
Neustrelitz

Das Schicksal der Hündin Freya und ihrer Kleinen geht ans Herz: Unglaubliche 19 Welpen hat das Tier zur Welt gebracht – überlebt hat die Hundemama das aber nicht. Das war am 5. August. Seitdem hat Cathleen Lenz (30) aus Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) mit Helfern das Überleben aller Welpen gesichert.

„Wir suchen aber noch Hundefreunde, die weitere Welpen übernehmen – möglichst bis zum ersten Frost“, sagt Nadine Makollus vom Tierschutzverein Bodeguero in Not. Makollus vermittelt seit Jahren Hunde an Interessenten und hilft Lenz, die die Junghunde – es sind Mischlinge – wegen des Auslaufs auf einen Hof von Verwandten in dem Dorf bei Neustrelitz gebracht hat.

Es war der zweite große Wurf dieser Art in der Region: 2010 hatte eine Irish-Setter-Hündin in Neverin auf einen Schlag 18 lebende Junge zur Welt gebracht. Ein weiteres Jungtier sei damals tot geboren worden, sagte Makollus.

Für neun Welpen werden noch neue Besitzer gesucht

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Aktuell spielen noch 16 Jungtiere mit Hundevater Bruno – einem Münsterländer – auf dem Hof. Drei Welpen haben schon ein neues Herrchen oder Frauchen, sieben weitere sind reserviert, für neun werden noch Besitzer gesucht.

Hündin Freya – eine Mischung aus Boxer, Bullmastiff und Cane Corso – gehörte eigentlich dem Lebensgefährten von Lenz. Das Tier lebte mit in der Drei-Zimmer-Wohnung in Neustrelitz. „Aber wir waren im Juni zu Besuch in der Gemeinde Userin und haben da wohl nicht genug aufgepasst“, räumte die junge Frau ein. Die erste Trächtigkeit von Freya sei kaum aufgefallen, ein Tierarzt hatte mit neun Welpen gerechnet.

Nachdem das erste Jungtier in der Wohnung geworfen worden war, stockte die Geburt. Nach schnellem „Umzug“ zum Veterinär erblickten 18 Welpen dort das Licht der Welt. „Nur die Hündin, die erst zwei Jahre alt war, konnte man nicht mehr retten“, sagte Lenz.

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Mehrere Helfer haben sich beim Flaschegeben abgewechselt

Experten schätzen, dass in der Regel bis zu zwölf Welpen bei Hunden üblich und die ersten drei bis vier Wochen entscheidend für deren Überlebenschancen sind. Lenz, die gerade in einer dreijährigen Elternzeit ist, wechselte sich in den ersten Tagen mit Helfern beim Flaschegeben für die Welpen ab. Dabei mussten, damit die Verdauung der Jungtiere klappt, auch die Leiber massiert werden, was sonst einer Hündin obliegt.

Inzwischen sind die Welpen von 500 Gramm auf etwa acht Kilogramm aufgepäppelt. Es gibt eine Rotlicht-Wärmelampe über dem riesigen Hundekörbchen im Stall, Stroh und viermal am Tag bekommen die Welpen Futter: Nicht mehr aus Flaschen, sondern Trockenfutter und Fleisch aus Dosen – 24 Dosen am Tag.

Wer einen Hund haben möchte, soll Schutzgebühr bezahlen

Einige der Welpen beim Spielen. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/

Weil das, wie die Tierarztuntersuchungen, ins Geld geht, sollen die meist hellen Welpen nur gegen eine dreistellige Schutzgebühr abgegeben werden. „Jemand, der so einen Hund wirklich haben möchte, guckt nicht aufs Geld“ ist die Erfahrung der Tierschützerin.

Hund Bruno ist derzeit stark mit der Erziehung der Welpen beschäftigt. „Wenn die Kleinen übertreiben, muss ihnen ein erwachsenes Tier Grenzen setzen“, sagt Makollus. Dann stupst Bruno die Welpen dahin, wo er sie haben möchte. Und wie merkt man sich, welche Hunde schon reserviert sind und welche nicht? „Die einen haben Halsbänder, die anderen nicht“, sagt Lenz. Einen Jungrüden will sie behalten.

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RND/dpa

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