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Panorama Ihm droht die Todesstrafe: Was wir über den mutmaßlichen Täter von El Paso wissen
Nachrichten Panorama Ihm droht die Todesstrafe: Was wir über den mutmaßlichen Täter von El Paso wissen
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21:05 04.08.2019
Der mutmaßliche Täter auf Bildern einer Überwachungskamera. Quelle: imago images / UPI Photo
El Paso

In El Paso, einer texanischen Grenzstadt zu Mexiko, eröffnete ein Schütze am Samstagvormittag das Feuer in einem Einkaufszentrum. Er erschoss mindestens 20 Menschen und verletzte 26 weitere.

Der mutmaßliche Täter konnte festgenommen werden, nachdem er sich widerstandslos ergab. Was ist über ihn bekannt?

Schütze war offenbar Einzeltäter

Der Verdächtige wurde in Polizeikreisen als Patrick C. identifiziert. Offiziell veröffentlichte die Polizei von El Paso keinen Namen, bestätigte aber, der mutmaßliche Täter stamme aus Allen nahe Dallas. Bei ihm handelt es sich um einen 21-Jährigen.

Er soll laut Polizei als Einzeltäter gehandelt haben. US-Präsident Donald Trump betonte, dass die Ermittler bereits einige Erkenntnisse zu ihm gesammelt hätten und nannte die „hasserfüllte Tat“ tragisch und einen „Akt der Feigheit“. Es gebe keine Rechtfertigung dafür, unschuldige Menschen zu töten, schrieb er auf Twitter.

Im Video: Mindestens 20 Tote bei Amoklauf in El Paso

Rassistisches Schreiben aufgetaucht: „Angriff ist Antwort auf hispanische Invasion“

Polizeichef Allen sagte, es gebe ein „Manifest“, ein online aufgetauchtes rassistisches Schreiben gegen Einwanderer, das womöglich auf ein Hassverbrechen schließen lasse. Die Rhetorik sei hasserfüllt und ausländerfeindlich. Es sei allerdings noch nicht bestätigt, ob die Kampfschrift tatsächlich von dem Verdächtigen stamme.

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In dem Pamphlet heißt es unter anderem: „Dieser Angriff ist eine Antwort auf die hispanische Invasion in Texas.“ Der Autor bedient sich der Rhetorik weißer Nationalisten, etwa indem er von „ethischer Vertreibung“ oder „Rassenmischung“ schreibt und Einwanderer als „Eindringlinge“ bezeichnet.

Unter den Toten sind drei Mexikaner

Das vierseitige Schreiben erinnert an das „Manifest“, das der Attentäter im neuseeländischen Christchurch verfasst hatte. Der Autor äußert in dem vierseitigen Text dann auch gleich zu Beginn seine Unterstützung für den Täter von Christchurch, der Mitte März zwei Moscheen angegriffen und 51 Menschen getötet hatte. Die „New York Times“ berichtete, der Text sei 19 Minuten vor dem ersten Notruf in El Paso online gegangen.

In Texas sind bei einem Amoklauf mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Der mutmaßliche Täter ist 21 Jahre alt und hatte offenbar ein rassistisches Motiv.

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador teilte in einer Videobotschaft mit, unter den Toten seien drei Mexikaner. Nach Angaben des mexikanischen Außenministeriums wurden sechs weitere Mexikaner verletzt, darunter ein zehnjähriges Mädchen.

Verdächtigten droht Todesstrafe

Die US-Ermittler stufen das Massaker in einem Einkaufszentrum im texanischen El Paso als inländischen Terrorismus ein. Das sagte John Bash von der Generalstaatsanwaltschaft am Sonntag auf einer Pressekonferenz. Die Behörden seien entschlossen, rasch für Gerechtigkeit zu sorgen.

Bezirksstaatsanwalt Jaime Esparza kündigte an, in dem Fall die Todesstrafe fordern zu wollen. Auf Ebene des Bundesstaates werde man Anklage wegen Mordes gegen den Verdächtigen erheben, so dass die Todesstrafe in Frage kommen könnte. Die Tat stehe nicht für das, was El Paso auszeichne. „Wir sind eine wirklich gute und liebevolle Gemeinschaft, wir werden ihn zur Verantwortung ziehen“, sagte Esparza.

Ein Polizeisprecher sagte nach Angaben des Senders CNN, der mutmaßliche Todesschütze rede mit den Ermittlern. Er soll bei der Tat ein Gewehr benutzt haben. Nach Angaben des Bürgermeisters bestätigten sich Meldungen über einen zweiten Schützen nicht.

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Von RND/dpa/ak

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