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Panorama Indianerkostüme unerwünscht? So reagieren die Karl-May-Spiele auf die Debatte
Nachrichten Panorama Indianerkostüme unerwünscht? So reagieren die Karl-May-Spiele auf die Debatte
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12:29 07.03.2019
Schauspieler Jan Sosniok als Winnetou reitet bei den Karl-May-Spielen durch die Zuschauerränge. Quelle: dpa/Archiv
Lübeck

Die Bitte einer Hamburger Kita, zu Fasching auf Indianer-, Scheich- oder ähnliche Kostüme zu verzichten, um mit Stereotypen niemanden zu verletzen, hat eine bundesweite Diskussion ausgelöst. Auch die Bad Segeberger Karl-May-Spiele sind von der Frage betroffen, welche Verkleidung heute noch zeitgemäß ist und was zu weit geht.

Seit den 50er Jahren werden in Bad Segeberg Stücke aus den Romanen von Karl May im Kalkbergstadion aufgeführt. Dort sind nicht nur die Schauspieler verkleidet, während der Saison werden auch Indianer- und Cowboy-Utensilien für Kinder verkauft.

Karl-May-Spiele verteidigen ihre Kostümierung: „Ein Plädoyer für die Indianer“

„Die Aufführungen der Karl-May-Spiele sind seit Jahrzehnten ein Plädoyer für die Indianer, aber auch für Frieden, Freundschaft und das harmonische Miteinander von Kulturen und Religionen“, sagt Ute Thienel, Geschäftsführerin der Karl-May-Spiele, den „Lübecker Nachrichten“. Symbolisiert werde all das durch Winnetou, der für diese Werte eintrete und am Ende dem Guten, Seite an Seite mit seinem weißen Blutsbruder Old Shatterhand, zum Sieg verhelfe.

Kinder könnten in Kostümen spielerisch üben, wie man „Gräben zwischen Kulturen überwindet und Brücken zueinander baut“. Durch die Kostüme bleibe zudem das Schicksal der Indianer auch heutzutage präsent. Wer sich zu Fasching kostümiere, verkleide sich meist als jemand, der er gern sein würde. „Gibt es etwas Schöneres, als dass sich Kinder für eine Minderheit einsetzen?“

Von Marcus Stöcklin/RND

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