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Panorama Kindermord: Angeklagter behauptet, verzaubert worden zu sein
Nachrichten Panorama Kindermord: Angeklagter behauptet, verzaubert worden zu sein
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06:19 19.02.2019
Das Landgericht in Düsseldorf. Quelle: Marcel Kusch/dpa
Düsseldorf

Ein mutmaßlicher Kindermörder hat in Düsseldorf vor Gericht erstmals sein Schweigen gebrochen: Er behauptet, verhext worden zu sein. Seine Frau habe ihn durch schwarze marokkanische Magie verzaubert, behauptete der Angeklagte am Montag am Düsseldorfer Landgericht. Der Ägypter soll seine eigene Tochter umgebracht haben und ist wegen Mordes angeklagt.

Der 33-Jährige soll die Kleine aus Rache an seiner Ehefrau erwürgt haben, der er Untreue unterstellte. Das Drama hatte sich laut Anklage im vergangenen Juli in Düsseldorf abgespielt. Eine Spezialeinheit der Polizei hatte die Wohnung der Familie umstellt, in der der Vater mit der Tochter alleine war.

Als sich der Ägypter nach gut einer Stunde ergab und festgenommen wurde, soll er seine leblose Tochter im Arm gehalten haben.

Angeklagter: Unglücklich gestolpert

Im Scheidungsverfahren hatten seine Anwälte behauptet, die Tochter sei bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Der 33-Jährige sei mit ihr gestolpert. Ein Rechtsmediziner hatte im Prozess einen Sturz als Todesursache ausgeschlossen.

Die Verteidiger des Vaters stellten noch einen anderen Antrag: Der „Rheinischen Post“ zufolge halten die Anwälte des Angeklagten einen Tod durch ärztliche Behandlungsfehler für möglich. Darüber hinaus habe sich der Vater bemüht, einen Arzt hinzuzuziehen, als die Tochter bewusstlos wurde. Ein vorsätzlicher Mord würde damit nicht in Frage kommen. Der Prozess wird am kommenden Donnerstag fortgesetzt.

Von RND/dpa/ka