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Panorama Krankschreibung per Whatsapp gestartet – aber nicht ohne Kritik
Nachrichten Panorama Krankschreibung per Whatsapp gestartet – aber nicht ohne Kritik
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13:20 07.01.2019
Krankschreibung per Whatsapp? Ein Hamburger Start-up macht’s möglich – jedoch nicht ohne Kritik. Quelle: dpa/Martin Gerten
Hannover

Eine Krankschreibung bekommen, ohne sich mit laufender Nase und Husten zum Arzt schleppen zu müssen? Ein neuer Telemedizin-Service aus Hamburg macht dies nun möglich! Für gerade einmal neun Euro kann sich ein Patient von einem kooperierenden Arzt via Whatsapp ein Attest ausstellen lassen – Kritiker hingegen raten von dem neuen Modell ab.

Kurz vor Weihnachten ging das neue Modell online: Es ermöglicht Arbeitnehmern aus Hamburg, sich in bestimmten Fällen mithilfe des Messenger-Dienstes krankschreiben zu lassen. Ins Leben gerufen wurde „AU-Schein“ von einem Rechtsanwalt aus der Hansestadt – und auch wenn das innovative Modell grundsätzlich zahlreiche Vorteile mit sich bringt, ist es dennoch nicht unumstritten.

Wie funktioniert die Krankschreibung per Whatsapp?

Möchte sich ein Patient via Whatsapp krankschreiben lassen, muss er lediglich eine Reihe an Fragen zu seinen Symptomen beantworten. Auch persönliche Angaben sowie das Foto der Versichertenkarte werden auf diesem Wege ausgetauscht. Leidet der Patient an den entsprechenden Beschwerden, wird von einem Arzt für neun Euro ein Attest ausgestellt. Auch Therapieempfehlungen werden über den Messenger an den Patienten geleitet; den gelben Schein gibt es dann noch nachträglich mit der Post. Allerdings lässt sich der Service lediglich zwei Mal im Jahr beanspruchen, um Missbrauch vorzubeugen.

Kritiker sehen das neue Geschäftsmodell aus Hamburg eher skeptisch. Die Rechtsabteilung der Ärztekammer überprüft aus diesem Grund den Whatsapp-Service. Vertreter der Ärztekammer halten es für problematisch, wenn ein Arzt einen Patienten vor einer Krankschreibung nicht persönlich untersuchen kann.

Von RND/liz

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